Gescheiterte Fusion Anleger strafen T-Mobile und Sprint ab

Nach der geplatzten Fusion von T-Mobile und Sprint herrscht bei den Anlegern Ernüchterung. Die Aktien der beiden Tech-Firmen verlieren stark an Wert.

T-Mobile-Laden in Manhattan, New York
REUTERS

T-Mobile-Laden in Manhattan, New York


Die Aktien der Deutschen Telekom sind am Montag in Frankfurt zwischenzeitlich um fast vier Prozent eingebrochen. Papiere von Sprint verloren vorbörslich an der Wall Street sogar bis zu 11,5 Prozent an Wert. Grund dafür ist die geplatzte Fusion der beiden Tech-Firmen.

Die Telekom hatte ihre Tochter T-Mobile US eigentlich mit Sprint zusammenbringen wollen. Am Wochenende erklärten beide Konzerne ihre Bemühungen für einen Zusammenschluss für beendet.

Sprint ist der kleinste von vier Wettbewerbern in den USA. Eine Fusion mit der Nummer drei, T-Mobile US, hätte das gemeinsame Unternehmen deutlich näher an die Marktführer Verizon und AT&T herangebracht.

Das US-Geschäft ist zudem einer der wichtigsten Umsatztreiber für die Telekom, die in Deutschland nur noch in kleinen Schritten zulegt. Ein Zusammenschluss mit Sprint zu einem Konzern mit 130 Millionen Kunden hätte die Schlagkraft auf dem amerikanischen Markt erhöht und Kostenersparnisse nach sich gezogen.

Der Fusionsversuch von Sprint und T-Mobile US scheiterte nach übereinstimmenden Analysten- und Medienberichten am Streit über die Besitzverhältnisse. Demnach wollte Sprint-Mehrheitseigner Softbank der Telekom keine Kontrollmehrheit zugestehen.

Der japanische Technologiekonzern gibt die Hoffnung für eine Fusion noch nicht ganz auf: Firmenchef Masayoshi Son sagte, unter bestimmten Bedingungen stehe die Tür für Gespräche weiter offen. Ein Telekom-Sprecher wollte dazu keine Stellung nehmen.

ssu/Reuters

Mehr zum Thema


zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.