Mobilfunkbranche US-Bundesstaaten klagen gegen Fusion von T-Mobile und Sprint

Zweimal war die geplante Fusion der US-Mobilfunkriesen T-Mobile und Sprint gescheitert. Zuletzt schien sie auf einem gutem Weg. Doch nun stellen sich mehrere US-Bundesstaaten quer.


In den USA haben zehn Generalstaatsanwaltschaften Klage gegen die angestrebte Fusion des Mobilfunkanbieters Sprint mit der Telekom-Tochter T-Mobile eingereicht. Neben New York sind die Bundesstaaten Kalifornien, Colorado, Maryland, Michigan, Mississippi, Nevada, Virginia und Wisconsin sowie der District of Columbia (Washington D.C.) beteiligt, teilte die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft mit.

Zuletzt hatte es für die bereits zweifach gescheiterten Fusionspläne der Unternehmen wieder positive Signale gegeben. Der Chef der zuständigen Branchenaufsicht FCC, Ajit Pai, hatte seiner Behörde empfohlen, die 26 Milliarden Dollar schwere Transaktion zu genehmigen.

"Die Fusion von T-Mobile und Sprint würde nicht nur landesweit irreparablen Schaden für Mobilfunkkunden anrichten, in dem der Zugang zu günstigen, verlässlichen Drahtlosdiensten für Millionen Amerikaner abgeschnitten wird", sagte die zuständige New Yorker Staatsanwältin Letitia James.

"Konsumentenfeindliche, arbeitsplatzvernichtende Mega-Fusion"

Besonders Menschen mit niedrigen Einkommen und Minderheiten seien demnach betroffen. "Dies ist genau die Art von konsumentenfeindlicher, arbeitsplatzvernichtender Mega-Fusion, die zu verhindern unsere Wettbewerbsgesetze gemacht sind", sagte James.

Vorherige Fusionspläne waren an den Wettbewerbshütern gescheitert. Für den aktuellen Versuch mussten die Vorstandschefs der Unternehmen schon im Repräsentantenhaus Rede und Antwort stehen. Ursprünglich plante T-Mobile die Fusion noch vor Juli, eine Bestätigung durch das Justizministerium steht jedoch weiterhin aus.

T-Mobile ist auf dem hart umkämpften und von wenigen Konzernen dominierten US-Mobilfunkmarkt der dritt-, Sprint der viertgrößte Anbieter. T-Mobile-US-Chef John Legere war zuletzt von der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren kritisiert worden. Er und die Manager von T-Mobile hatten aus Sicht von Warren auffallend häufig in Hotels des US-Präsidenten Donald Trump genächtigt - dabei hatte Legere sich vor dem Aufstieg Trumps ins Präsidentenamt in einem Twitter-Schlagabtausch abfällig über dessen Hotels geäußert.

fek/dpa/Reuters



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
frantonis 12.06.2019
1. Bevor die Telekom sich um die USA kümmert
sollte die Firma besser dafür sorgen, dass in deutschland die weißen Stellen hinsichtlich Internet und Mobukfunk geschlossen werden.
jasper366 12.06.2019
2.
Zitat von frantonissollte die Firma besser dafür sorgen, dass in deutschland die weißen Stellen hinsichtlich Internet und Mobukfunk geschlossen werden.
Wenn Ihnen die Netzabdeckung der Telekom nicht gut genug ist, wechseln Sie doch zu O2 oder Vodafone... https://netzpiraten.net/netzabdeckung/telekom-netzabdeckung/ Dumm nur das die, bei O2 sogar sehr deutlich, durch die Bank schlechter ist.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.