Mobilfunk Texas lässt Klage gegen T-Mobile-Fusion fallen

Der US-Bundesstaat Texas hat seinen Widerstand gegen die Fusion von T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint aufgegeben. Doch der Milliardendeal hat noch immer viele Gegner.
Klage

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Foto: Dado Ruvic / REUTERS

Der US-Bundesstaat Texas will nicht weiter gegen den milliardenschweren Zusammenschluss der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint klagen. Texas' Generalstaatsanwalt Ken Paxton gab eine Einigung bekannt, die dem Unternehmen unter anderem fünf Jahre lang Preiserhöhungen verbieten und umfassende Zusagen beim Netzausbau vorschreiben soll.

Die Allianz von Bundesstaaten, die gegen die Fusion des dritt- und viertgrößten US-Mobilfunkanbieters klagen, verliert mit Texas einen der wichtigsten Unterstützer. Zuvor hatten bereits Colorado und Mississippi ihre Klagen fallen lassen.

Allerdings zählt das Bündnis weiter ein Dutzend Bundesstaaten, darunter auch New York und Kalifornien. Die Gegner fürchten, dass die Fusion den Wettbewerb einschränken und zu Nachteilen für Verbraucher und Mitarbeiter führen könnte. Trotz dieser Bedenken gab das Justizministerium im Juli unter Auflagen grünes Licht.

Die Ende April 2018 vereinbarte Fusion galt kartellrechtlich von Anfang an als umstritten, die Unternehmen hatten ihre Pläne zuvor zweimal wieder abgeblasen. Laut früheren Unternehmensangaben hätte der fusionierte Mobilfunkanbieter rund 127 Millionen Kunden und einen kombinierten Jahresumsatz von über 70 Milliarden Dollar.

Solange der Rechtsstreit mit den Bundesstaaten andauert, werden T-Mobile und Sprint die 26 Milliarden Dollar schwere Übernahme nicht zum Abschluss bringen. Der Prozess soll im Dezember in New York beginnen.

rai/dpa
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