Für 3,3 Milliarden Dollar T-Mobile USA kauft Frequenzen von Konkurrenten

Die US-Tochter der Deutschen Telekom kauft Frequenzen vom amerikanischen Marktführer Verizon Wireless. Damit stärkt das Unternehmen sein Mobilfunknetz, das bislang erhebliche Lücken hatte.

Deutsche Telekom: Aggressive Preisstrategie in den USA
REUTERS

Deutsche Telekom: Aggressive Preisstrategie in den USA


Bellevue - T-Mobile USA übernimmt vom Marktführer Verizon Wireless Frequenzen für eine Milliardensumme. Die Nummer vier auf dem US-Markt zahlt der Nummer eins insgesamt 3,3 Milliarden Dollar für einen Block von 700 Megahertz-Frequenzen. Das teilte das Unternehmen in Bellevue, Washington, mit.

Mit diesem Schritt verstärkt T-Mobile das Mobilfunknetz, welches noch erhebliche Lücken aufweist. So soll unter anderem der Empfang im ländlichen Raum und innerhalb von Gebäuden verbessert werden. Laut Mitteilung hat die Telekom-Tochter nach der Übernahme des Verizon-Paketes Zugriff auf die Frequenzen im bedeutenden Niedrigspektrum in 21 der 30 wichtigsten US-Märkte. Wenn die Behörden zustimmen, soll der Deal Mitte des Jahres abgeschlossen werden.

T-Mobile USA hatte sich im vergangenen Jahr durch die Übernahme des Regionalanbieters MetroPCS verstärkt und nimmt seitdem mit einer aggressiven Preisstrategie und Investitionen ins eigene Netz der Konkurrenz Kunden ab. Zuletzt konnte T-Mobile US die Zahl der Kunden um mehr als eine Million auf gut 45 Millionen steigern.

Die Deutsche Telekom hatte ursprünglich versucht, ihre Tochter an den zweitgrößten US-Mobilfunkanbieter AT&T zu verkaufen. Allerdings hatten die Wettbewerbshüter im Land das Geschäft untersagt, weil sie steigende Preise fürchteten. T-Mobile US ist nun selbst an der Börse notiert. Die Telekom hält nach früheren Anhaben 67,5 Prozent der Anteile.

cte/aar/Reuters/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
Hübitusse 06.01.2014
1.
Macht sie zumindest für eine Übernahme attraktiver.
Jochen aus F 07.01.2014
2. Übernahme
So scheint mir das auch. Wenn auf einmal ein Unternehmen in einem (längst verteilten) Markt anfängt, gewaltig Wellen zu schagen, dann will es sich damit oft attraktiv für eine Übernahme machen. Nach dem Motto: ich ärgere Euch so lange, bis ihr mich endlich fresst.
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