Neues Preismuster an Tankstellen Um diese Zeit tanken Sie am günstigsten

Die Ölkonzerne haben an ihren Tankstellen in Deutschland laut einer Studie der Uni Frankfurt eine neue Preiserhöhung am Vormittag etabliert. Die Forscher haben auch ermittelt, wann Sie am günstigsten tanken.
Tankstelle in Kaufbeuren

Tankstelle in Kaufbeuren

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / DPA

Die Preise für Benzin und Diesel schwanken stark - und zwar mehrmals innerhalb nur eines Tages. Die meisten Autofahrer dürften das zumindest ahnen. Welches Muster hinter den Preiserhöhungen genau steckt, haben Ökonomen der Goethe-Universität in Frankfurt am Main nun in einer Studie ermittelt .

Demnach werden an deutschen Tankstellen im Tagesverlauf aktuell bis zu fünf Mal die Preise angehoben. Die Forscher entdeckten auch ein neues Preismuster und stellten fest, dass der Sprit am Vormittag ein weiteres Mal verteuert wird.

Bislang waren die Preise typischerweise morgens, mittags, nachmittags und abends kräftig erhöht und dazwischen wieder schrittweise verringert worden. Seit Anfang April erhöhen die Tankstellen den Forschern zufolge allerdings am Vormittag ein weiteres Mal die Preise für Benzin und Diesel.

Starke Preiserhöhung folgt auf Unterbietungskampf

Aus diesem Grund haben sich auch die Tageszeiten verändert, zu denen günstig getankt werden kann. Am billigsten kaufen Verbraucher ihren Sprit jeweils vor den Preiserhöhungen. Dies ist den Forschern zufolge zu diesen Zeiten der Fall:

  • zwischen 9 und 10 Uhr
  • zwischen 12 und 13 Uhr
  • zwischen 15 und 16 Uhr
  • zwischen 20 und 21 Uhr.

Die Preisschwankungen innerhalb eines Tages liegen laut den Ökonomen an ein und derselben Tankstelle bei bis zu zehn Cent pro Liter.

Die regelmäßigen Preiszyklen kommen dadurch zustande, dass die Tankstellen den Ökonomen zufolge durch gegenseitiges Unterbieten versuchen, die Kunden von der Konkurrenz abzuwerben. Sobald ein niedriges Preisniveau erreicht ist, lohnt sich das Unterbieten nicht mehr. Es folgt eine starke Preiserhöhung und das Spiel beginnt aufs Neue.

apr/AFP