Tarifabschluss Gebäudereiniger und Arbeitgeber einigen sich

Beschäftigte in der Gebäudereinigung erhalten künftig höhere Lohnzuschläge und mehr Urlaub. Bei einem der wichtigsten Punkte im Tarifstreit mussten die Arbeitnehmer aber einen Kompromiss eingehen.
Ein Wagen mit Reinigungsmaterial im Flughafen Berlin Brandenburg (Archivbild)

Ein Wagen mit Reinigungsmaterial im Flughafen Berlin Brandenburg (Archivbild)

Foto: Bernd Settnik / DPA

In der größten deutschen Handwerkssparte der Gebäudereinigung haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf einen Tarifabschluss verständigt. Die Einigung sei in der Nacht zum Freitag erzielt worden, sagte ein Sprecher der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Zuvor waren sechs Verhandlungsrunden ergebnislos geblieben.

Der Tarifkonflikt zwischen der IG Bauen-Agrar-Umwelt und dem Bundesinnungsverband des Handwerks hatte sich über viele Monate gezogen. Die Gewerkschaft begleitete die Verhandlungsrunden zuletzt auch mit Warnstreiks an verschiedenen Standorten, unter anderem am Flughafen Frankfurt.

Vereinbart worden seien unter anderem eine bessere Überstundenvergütung sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht sowie an Sonn- und Feiertagen. Außerdem soll es ab 2021 für alle Beschäftigten einen einheitlichen Urlaub von 30 Tagen auf Vollzeitbasis geben - egal, wie lange die Beschäftigten schon in der Branche tätig sind.

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Festgeschrieben wurde laut der Gewerkschaft auch ein Weihnachtsbonus: Alle Beschäftigten sollen in diesem und im kommenden Jahr Heiligabend oder wahlweise den Silvestertag als bezahlten Arbeitstag frei bekommen - wer arbeitet, erhält für diesen Tag einen 150-prozentigen Lohnzuschlag.

"Zum Schluss haben alle unsere Mitarbeiter mehr Geld in der Tasche über die Zuschlagsregelungen und den Weihnachtsbonus", sagte IG-BAU-Chef Robert Feiger. Einen Wermutstropfen gebe es dennoch: "Wir hätten gerne sofort eine feste und dauerhafte Weihnachtsgeldregelung ab 2019 gehabt, da haben wir jetzt eine Übergangsregelung."

Bei den Verhandlungen über den Lohntarifvertrag im kommenden Jahr werde auch das Thema Weihnachtsgeld wieder auf den Tisch kommen, sagte Feiger. Die Arbeitgeberseite hat den Lohntarifvertrag zum 31. Juli 2020 gekündigt.

kko/dpa
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