Tarifkonflikt bei der Bahn Jetzt soll es ein Schlichter richten

Nach dem siebten Streik im aktuellen Tarifkonflikt mit den Lokführern will die Deutsche Bahn laut einem Medienbericht jetzt einen Vermittler ins Spiel bringen.
Mitglied der GDL während des Streiks: Bahn will auf Lokführergewerkschaft zugehen

Mitglied der GDL während des Streiks: Bahn will auf Lokführergewerkschaft zugehen

Foto: Wolfram Kastl/ dpa

Die Deutsche Bahn will den Tarifstreit mit der Lokführergewerkschaft GDL mithilfe eines Schlichters lösen. "Wir müssen mit der GDL zurück an den Verhandlungstisch und eine objektive Bestandsaufnahme machen", sagte  Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber der "Bild"-Zeitung. "Deswegen sind wir auch weiter offen für eine Schlichtung. Hier sollte die GDL ihr Nein überdenken."

Weber warnte die GDL vor einer weiteren Verschärfung des Tarifkonflikts. "Was wir jetzt brauchen, sind keine neuen Drohungen, sondern Klarheit, was gemeinsam geht."

Die GDL-Lokführer hatten in dieser Woche das siebte Mal im laufenden Tarifkonflikt gestreikt - 43 Stunden lang. Eine GDL-Sprecherin sagte, nun sei die Bahn am Zug, ein verbessertes Angebot vorzulegen und weitere Arbeitskämpfe zu vermeiden.

Der für Montag geplante Verhandlungstermin wurde dem Bericht zufolge jedoch abgesagt. Ob Bahn und GDL am kommenden Mittwoch weiter verhandeln, ist noch unklar. Die Bahn zumindest hält an dem Termin fest, wie eine Konzernsprecherin bestätigte.

Hauptstreitpunkt ist die Forderung der GDL, nicht nur für Lokführer, sondern auch Zugbegleiter und Rangierführer eigene Verträge abzuschließen. Dies strebt aber auch die deutlich größere, konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) an, mit der die Bahn parallel verhandelt, weil beide Gewerkschaften sich nicht auf Spielregeln für ein gemeinsames Vorgehen einigen konnten.

Die Bahn will aber unterschiedliche Ergebnisse für ein und dieselbe Berufsgruppe verhindern. Die EVG hatte ebenfalls mit Arbeitsniederlegungen gedroht.

gam/Reuters/AFP
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