Streit der Fahrdienste Taxifahren soll billiger werden

Im Streit um das Taxigewerbe hat die Bundesregierung nach Informationen des SPIEGEL die Monopolkommission beauftragt. Ihre Empfehlung: Gelockerte Konzessionen, Tarife und Anforderungen würden für niedrigere Preise sorgen.

Taxistand in Düsseldorf: Kommission empfiehlt gelockerte Tarife
DPA

Taxistand in Düsseldorf: Kommission empfiehlt gelockerte Tarife


Die von der Bundesregierung beauftragte Monopolkommission fordert gelockerte Vorschriften für das Taxigewerbe, um so für mehr Wettbewerb und niedrigere Preise zu sorgen. Im Entwurf ihres Sondergutachtens zum Thema "Herausforderung digitale Märkte" empfehlen die Berater nach Informationen des SPIEGEL, die Zahl der Taxis nicht länger durch Konzessionen zu beschränken. Die Tarife sollten teilweise frei verhandelbar sein und nicht von den Kommunen vorgegeben werden.

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Heft 23/2015
Das System Blatter

Auch die gesetzlichen Anforderungen an die Taxifahrer könnten gelockert werden - müssten im Sinne der Wettbewerbsgleichheit dann aber auch von neuen Taxikonkurrenten wie der US-Firma Uber eingehalten werden. Die Monopolkommission will ihr Gutachten am Montag an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel übergeben. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Seite 1
carlo02 30.05.2015
1. Es
könnten viel billigere Fahrten angeboten werden, wenn die Taxis nicht stehen sondern fahren würden. Es sind also zuviele Taxen auf dem Markt. Wenn der Preiskampf nicht auf Kosten der Fahrer erfolgt, sollte der Markt frei gegeben werden. Allerdings wären dann nicht immer Taxen verfügbar. Zum Beispiel Dienstag Nachts um 2. Wer den Service haben will, muß damit rechnen, dass die Taxis Teil des öffentlichen Nahverkehrs bleiben und entsprechend teuer sind.
quark@mailinator.com 30.05.2015
2.
Grrrrrrr ... also ehrlich, ich kann gar nicht sagen, was mich mehr aufregt - das Ziel, die doch eher relativ armen Taxifahrer noch bis auf die Knochen auszubluten, oder die Idee, statt eines großen Ansprechpartners in jeder Stadt (Funktaxizentrale) eine Unmenge an Kleinunternehmen zu bekommen. Die logische Konseqienz wäre, daß man nur noch per Internet vernünftig bestellen kann. Wieso fällt mir dabei sofort ein, daß dies ein Weg wäre, um Uber doch noch die Kontrolle bekommen zu lassen ? Bei der Bahn ist die Entwicklung die gleiche. Es gab mal EINE Bahn mit EINEM Fahrplan und man konnte überall JEDE Art von Fahrkarte kaufen. Natürlich waren die Fahrzeuge auch aufeinander abgestimmt. Heutzutage gibt es all diese kleinen Bähnchen, die auch nicht billiger sind, die Preise bei der großen Bahn sind mehrfach teurer als früher, die Fahrpläne sind nicht mehr vollintegriert und vor allem bekommt man z.B. über bahn.de eben keine Fahrkarte mehr ins Nachbardorf, weil das ist ja jetzt Regionalverkehr und bla bla bla. Sprich, es ist für die Kunden schlechter und für die Mitarbeiter schlechter ... die gleiche Nummer z.B. bei der Post ... man möge aufhören mit dieser Verherrlichung des Marktes als Lösung für alle Probleme. Markt bedeutet gegenseitiges Gehetze bis zum Tod, sprich, bis alle außer den Superreichen nur noch gerade genug haben, um ihre Arbeitsleistung zu erbringen.
marthaimschnee 30.05.2015
3.
Mehr Wettbewerb durch Lohnkonkurrenz, sprich durch Lohnsenkungen. Und das in einem Gewerbe, das eh schon unter dem Mindestlohn rumkrebst. Irgendwie ... schwachsinnig!
altmannn 30.05.2015
4. Und
Zitat von quark@mailinator.comGrrrrrrr ... also ehrlich, ich kann gar nicht sagen, was mich mehr aufregt - das Ziel, die doch eher relativ armen Taxifahrer noch bis auf die Knochen auszubluten, oder die Idee, statt eines großen Ansprechpartners in jeder Stadt (Funktaxizentrale) eine Unmenge an Kleinunternehmen zu bekommen. Die logische Konseqienz wäre, daß man nur noch per Internet vernünftig bestellen kann. Wieso fällt mir dabei sofort ein, daß dies ein Weg wäre, um Uber doch noch die Kontrolle bekommen zu lassen ? Bei der Bahn ist die Entwicklung die gleiche. Es gab mal EINE Bahn mit EINEM Fahrplan und man konnte überall JEDE Art von Fahrkarte kaufen. Natürlich waren die Fahrzeuge auch aufeinander abgestimmt. Heutzutage gibt es all diese kleinen Bähnchen, die auch nicht billiger sind, die Preise bei der großen Bahn sind mehrfach teurer als früher, die Fahrpläne sind nicht mehr vollintegriert und vor allem bekommt man z.B. über bahn.de eben keine Fahrkarte mehr ins Nachbardorf, weil das ist ja jetzt Regionalverkehr und bla bla bla. Sprich, es ist für die Kunden schlechter und für die Mitarbeiter schlechter ... die gleiche Nummer z.B. bei der Post ... man möge aufhören mit dieser Verherrlichung des Marktes als Lösung für alle Probleme. Markt bedeutet gegenseitiges Gehetze bis zum Tod, sprich, bis alle außer den Superreichen nur noch gerade genug haben, um ihre Arbeitsleistung zu erbringen.
wenn es dann nicht reicht, wird aufgestockt. Das wäre ein weiteres Standbein für die zugewanderten Fachkräfte aus Rumänien und Bulgarien. Taxi fahren, nichts verdienen, aber trotzdem Kindergeld und nach einer Schamfrist auch Hartz4- Aufstockung bekommen. Wie im Schrotthandel häufig praktiziert. Es lebe der freie Markt, die Globalisierung und die grenzenlose Freiheit des Schengen- Raums!
Mertrager 30.05.2015
5. Billiger Taxi mit Mindestlohn
Also das soll mir mal jemand vorrechnen. Wer weiß, was eine "Taxizentrale" als Bezahlung für eine Nacht bekommt unnd sieht, dasz die Taxler (auch selbstständig) noch einen Zweitjob haben (müssen) und dann die Fahrpreise sieht, der wird diese "Rechnung" nicht verstehen. Also bei uns auf dem Land get das nicht auf. Wird dann so kommen, dasz es auf dem Land keine Taxis mehr gibt. Also auf in die Ballungszenztren. Das ist das, was die Politik will.
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