Bis zu 1,30 Euro je Pfund Tchibo erhöht die Kaffeepreise

Unter Verweis auf gestiegene Weltmarktpreise verteuert Deutschlands größter Röster seinen Kaffee deutlich. Es ist die zweite Preissteigerung innerhalb von neun Monaten – und ein Hinweis für die gesamte Branche.
Kaffeeröstung: »Seit Sommer sind die Rohkaffeepreise um 50 Prozent gestiegen«

Kaffeeröstung: »Seit Sommer sind die Rohkaffeepreise um 50 Prozent gestiegen«

Foto: Fabian Sommer / dpa

Der führende deutsche Kaffeeröster Tchibo erhöht zum zweiten Mal innerhalb von neun Monaten die Preise. Je nach Sorte und Herkunftsland sollen die Verkaufspreise zum 21. Februar zwischen 50 Cent und 1,30 Euro je Pfund steigen, kündigte das Unternehmen am Montag in Hamburg an. Tchibo gilt als einer der wichtigsten Taktgeber für die Preise im Handel. Der Kaffeeröster und -händler hatte nach vorherigen Preissenkungen zuletzt Mitte Juni die Preise angehoben. Es war die erste Preiserhöhung seit mehr als vier Jahren.

Hintergrund waren schon damals höhere Einkaufspreise auf den Weltmärkten. Und die kannten seitdem nur eine Richtung – nach oben. »Wir haben lange gezögert, aber seit vergangenem Sommer sind die Rohkaffeepreise um 50 Prozent gestiegen. Dieser Entwicklung tragen wir Rechnung und passen nun unsere Verkaufspreise an«, sagte Tchibo-Sprecher Arnd Liedtke.

In den vergangenen Monaten war es beim Kaffeeanbau wegen schlechten Wetterbedingungen zu Ernteausfällen gekommen. Arabica-Bohnen aus Brasilien waren teilweise deutlich teurer geworden. Auch steigt die Kaffeenachfrage laut Experten kontinuierlich, vor allem in Schwellenländern wird immer mehr konsumiert.  Zudem hatten Händler der Nachrichtenagentur Reuters Ende 2021 über Verteuerungen beim Transport berichtet.

sol/dpa
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