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Gesundheit Techniker Krankenkasse genehmigt sich 450 Millionen Euro für eigene Altersvorsorge

aus DER SPIEGEL 30/2022

Trotz des allgemeinen Spardrucks auf die gesetzlichen Krankenversicherungen hat die Techniker Krankenkasse (TK) die eigenen Alters­rückstellungen im ersten Quartal 2022 um rund 450 Millionen Euro erhöht – und somit dazu beigetragen, dass die sogenannten Netto-Verwaltungskosten für alle gesetzlichen Krankenkassen um 18,5 Prozent stiegen. Das geht aus einer internen Analyse des Bundesgesundheitsministeriums zur Lage der gesetzlichen Krankenversicherungen vom 7. Juli hervor. Das Defizit der Krankenkassen im ersten Quartal 2022 in Höhe von 16 Millionen Euro sei »primär auf die Ersatzkassen zurückzuführen«, die einen Verlust von 200 Millionen Euro erzielten. Das höchste Defizit verbuche dabei die TK mit 170 Millionen Euro: »Die sehr hohe Veränderungsrate bei den Netto-Verwaltungskosten ist primär auf die Bildung von Altersrückstellungen der TK zurückzuführen«, heißt es in der Analyse.

Aus: DER SPIEGEL 30/2022

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Andere Krankenkassen erwirtschafteten zum Teil deut­liche Überschüsse. Die TK, Deutschlands größte Krankenkasse, erklärt dazu, es handle sich um »einen einmaligen Sonderaufwand für die adäquate Absicherung unserer Altersversorgungsverpflichtungen«. In den vergangenen Jahren hätten die Verwaltungskosten »jedoch deutlich unter dem Durchschnitt in der gesetzlichen Krankenversicherung« gelegen. Die Altersrücklagen betreffen auch die Führungsspitze. An deren Gehältern gibt es immer wieder Kritik. Jens Baas, Chef der TK, führt mit einer Gesamtvergütung von 367 418 Euro die Topliste der Krankenkassen-Vorstandsgehälter an.

mfk, mum
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