Gesetzliche Krankenversicherung Techniker Kasse ist erstmals größer als die Barmer

Wer ist die größte gesetzliche Kasse im ganzen Land? Erstmals geht dieser Titel an die Techniker Krankenkasse. Mit 8,68 Millionen Versicherten hat die TK erstmals mehr Mitglieder als die Barmer.

Eingang der TK-Hauptverwaltung: Junge Mitgliederschaft
DPA

Eingang der TK-Hauptverwaltung: Junge Mitgliederschaft


Berlin - Jahrelang war die Barmer GEK die unangefochtene Nummer eins, doch nun hat die Techniker Krankenkasse (TK) sie erfolgreich überholt. Der neue Marktführer hatte nach einem Zulauf zum Jahresbeginn 8,68 Millionen Versicherte, die Barmer GEK nach Abgängen noch rund 8,64 Millionen. Die beiden Kassen bestätigten einen entsprechenden Bericht des Branchenmediums "dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik".

Vor einem Jahr verzeichnete die Barmer GEK noch rund 7000 Versicherte mehr. Allerdings hat sie weiterhin mehr zahlende Mitglieder als die TK.

Nach jahrelangem kräftigem Zuwachs war lange erwartet worden, dass die TK die Barmer GEK bei den Versicherten überrundet. Während andere Kassen tendenziell eher durch Fusionen größer wurden, wuchs die TK aus eigener Kraft. Derzeit gibt es 132 gesetzliche Krankenkassen. Ihre Zahl hat sich in den vergangenen Jahren durch Zusammenschlüsse stark reduziert.

Die TK hat eine sehr junge Mitgliedschaft. Sie war lange Zeit eine Berufskrankenkasse für Techniker, Ingenieure und Architekten. Mitte der neunziger Jahre öffnete sich die TK auch für andere Berufe. Aktuell geht es der Kasse finanziell so gut, dass sie für 2013 und 2014 jeweils eine Prämie von 80 Euro an ihre Mitglieder ausschüttet.

Die TK wertete die Zahlen als Zeichen des Zuspruchs, man sei Dienstleister mit erweitertem Leistungsportfolio. Barmer GEK-Sprecher Athanasios Drougias sagte dem "dfg": "Die meisten Versicherten zu haben ist schön, aber nicht wettbewerbsentscheidend." Bester Service und innovative Leistungen seien wichtiger.

yes/dpa



insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
moin8smann 14.01.2014
1.
Kann mir bitte mal jemand erklären, warum es 172(!) Krankenkassen bedarf?
shAGGie 14.01.2014
2.
Zitat von moin8smannKann mir bitte mal jemand erklären, warum es 172(!) Krankenkassen bedarf?
Im Text steht zwar 132, aber selbst eine kleine zweistellige zahl würde reichen, vor allem gäbe es dann insgesamt einen geringeren verwaltungsaufwand, der ja derzeitig durch die vielen Kassen gesplittet ist. Ich bin ein Befürworter für die Grundlegende Idee eines Trägers (Bürgerversicherung), wie es auch in der Rentenkasse gelebt wird. Eine Grundlegende Krankenversicherung und wer mehr als dies braucht, kann bei den Privaten Versicherungsunternehmen Zusatzleistungen bekommen. Aber dann muss jeder einzahlen, auch Beamte und Selbstständige.
dap4711 14.01.2014
3. Bandenwerbung Bundesliga HSV
Vielleicht liegt es an der Bandenwerbung bei Fußball-Dino Hamburger HSV, daß die TKK so viele Mitglieder hat. Mich als Versicherter allerdiungs ärgert diese Geldverschwendung von Beiträgen. Leider finde ich dieselben unnötigen Werbeausgaben beid er Barmer GEK oder AOK...
Prä Misse 14.01.2014
4. Es gibt keine Barmer Krankenkasse mehr
Seit einigen Jahren heißt die Krankenkasse Barmer GEK, weil eine Fusion stattgefunden hat. Bitte besser recherchieren oder wenigsten besser berichten. Danke! Außerdem ist es relativ unwichtig, wer die größere von den genannten Kassen ist.
rvb 14.01.2014
5. Merkwürdig Zählweise
Zitat von sysopDPAWer ist die größte gesetzliche Kasse im ganzen Land? Erstmals geht dieser Titel an die Techniker Krankenkasse. Mit 8,68 Millionen Versicherten hat die TK erstmals mehr Mitglieder als die Barmer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/techniker-krankenkasse-tk-ist-erstmals-groesser-als-die-barmer-bek-a-943410.html
Da die AOK so um die 18 Millionen Versicherte ohne Familienangehörige hat, ist es schon merkwürdig, daß eine Kasse mit 8,68 Millionen Versicherten die größte ist. Aber zähle mal jeder wie er will.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.