Betrugsvorwurf Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Telegate

Rund 60 Unternehmen sollen geschädigt worden sein: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen mutmaßlichen Betrugs gegen Telegate. Der Auskunftsdienst wollte angeblich Firmen auf der ersten Seite bei Google platzieren - doch viele von ihnen fühlen sich geprellt.


Essen - Die Staatsanwaltschaft nimmt die Auskunftei Telegate ins Visier. Gegen mehrere Mitarbeiter der Firma seien Ermittlungen aufgenommen worden, teilte eine Sprecherin der Behörde mit. Rund 60 Unternehmen seien geschädigt worden und hätten Anzeige erstattet, sagte Oberstaatsanwältin Anette Milk laut Nachrichtenagentur dpa.

Die Ermittlungen liefen noch, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Eine Pressesprecherin von Telegate sagte auf Anfrage, der Fall sei bekannt und das Unternehmen kooperiere mit der Staatsanwaltschaft.

Die Behörde bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Magazins "Stern". Der Illustrierten zufolge hätten Verkäufer Firmenkunden versprochen, ihren Eintrag gegen eine Monatsgebühr auf der ersten Seite bei Google zu platzieren. Nun prüft die Essener Staatsanwaltschaft, ob bei der Akquise falsche Angaben gemacht wurden. Viele betroffene Unternehmen fühlten sich geprellt, denn auf einen Spitzenplatz sind sie niemals gekommen.

bos/dpa



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