Personalvorstand Marion Schick verlässt die Telekom

Marion Schick ist eine der weiblichen Pioniere im Vorstand der Deutschen Telekom, jetzt aber verlässt sie den Konzern - aus gesundheitlichen Gründen.
Telekom-Personalchefin Schick: Scheidet "im gegenseitigen Einvernehmen" aus

Telekom-Personalchefin Schick: Scheidet "im gegenseitigen Einvernehmen" aus

Foto: Oliver Berg/ dpa

Bonn - Personalchefin Marion Schick verlässt die Deutsche Telekom. Sie scheide aus gesundheitlichen Gründen und im gegenseitigen Einvernehmen aus, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Aufsichtsrat bedauerte den Schritt.

Sie habe Verständnis dafür, dass das Ressort Personal und Amt des Arbeitsdirektors im Hinblick auf ihre längere Krankheit wieder besetzt werden müsse, teilte die 55 Jahre alte Managerin mit. Schick wird derzeit von Datenschutzvorstand Thomas Kremer vertreten.

Im Mai 2012 hatte sie die Nachfolge von Thomas Sattelberger angetreten, der sich im Konzern für der Förderung von Frauen in Führungspositionen stark gemacht hatte. Kurz zuvor war Claudia Nemat Europa-Chefin des Konzerns geworden. Der Aufstieg der beiden Frauen in die Führungsriege galt als Vorbild für andere Dax-Konzerne.

Die frühere baden-württembergische Bildungsministerin Schick soll sich in Bonn aber etwas schwergetan haben. Kompetenzen wurden ihr genommen wie etwa die Führungskräfteentwicklung. Zudem wird ihr falsche Themensetzung vorgeworfen, wie beispielsweise mit dem Versuch, ein neues Vergütungssystem für Führungskräfte aufzusetzen.

Der Konzern dürfte nun mit Hilfe eines Personalberaters nach einem neuen Arbeitsdirektor oder einer -direktorin suchen. Intern werden nach Informationen des manager magazin auch Kremer Chancen zugesprochen, in Zukunft beide Ressorts, Personal und Recht, zu leiten. Eine Entscheidung ist diesbezüglich aber offenbar nicht gefallen.

yes/mai/dpa
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