Internetportale Telekom verkauft Scout24 an Finanzinvestor

Die Deutsche Telekom hat einen Käufer für ihre Internettochter Scout24 gefunden.  Der Finanzinvestor Hellman & Friedman soll die Mehrheit an der Gruppe übernehmen. Jetzt muss noch der Aufsichtsrat des Bonner Konzerns zustimmen.

Deutschen Telekom: Mehrheit der Scout24-Gruppe an Finanzinvestor verkauft
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Deutschen Telekom: Mehrheit der Scout24-Gruppe an Finanzinvestor verkauft

Von manager-magazin-Redakteurin Astrid Maier


Bonn - Die Deutsche Telekom verkauft die Mehrheit an ihrer Scout24-Gruppe an den Finanzinvestor Hellman & Friedman. Das erfuhr manager magazin online von mit der Situation Vertrauten. Schon am Donnerstag soll der Aufsichtsrat der Telekom zusammenkommen, um über den Verkauf abzustimmen. Die Telekom will bei der Transaktion 70 Prozent an dem Internetportal sowie die Kontrolle über das Geschäft abgeben. Die Scout24-Gruppe wird dabei auf einen Wert von zwei Milliarden Euro taxiert.

Damit erhält die Deutschen Telekom Chart zeigen eine stolze Summe für das Internetportal, das seine besten Wachstumszeiten bereits hinter sich hat. Die Telekom hatte bereits Ende 2012 das Geschäft mit Immobilien- und Auto-Inseraten zur Disposition gestellt, die Begierde nach der Scout24-Gruppe war seither groß. Auch der Medienkonzern Springer hatte starkes Interesse bekundet, war aber aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen aus dem Verfahren ausgestiegen.

Laut Schätzungen setzte die Scout24-Gruppe zuletzt 350 Millionen Euro um, bei einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 80 Millionen. Der neue Mitinhaber Hellman & Friedman, dessen Firmensitz in San Francisco liegt, soll dem Konzern nun zudem auch dabei helfen, seine weiteren Digitalgeschäfte, etwa die ins Hintertreffen geratene Payment-Tochter Click & Buy und der Vermarktungsdienst Interactive Media, weiter zu entwickeln.

Zudem wird ein Schwerpunkt der Partnerschaft sein, dass Portal internationaler und effizienter aufzustellen. Ein Telekom-Sprecher wollte sich nicht zu dem Thema äußern.

insgesamt 9 Beiträge
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DMenakker 19.11.2013
1.
Wo bleiben die Kommentare, über die unfähigen Telekommanager, die den Laden ja angeblich an die Wand gefahren haben, den pöhzen pöhzen Kabbidallissmuus, der solche ganz und gar verbotenen Geschäfte erst ermöglicht ( sind ja sowieso alle kriminell und korrupt ), und wann kommt der erste, der begreift, dass Telekom und Start up ( wenn auch schon was länger am Markt ) einfach nicht zusammenpassen. Auch wenn eine solche Erkenntnis natürlich ganz dolle neoliberal ist.
huettenfreak 19.11.2013
2. Guter Deal!
80 Mio Gewinn bei 350 Mio Umsatz und dafür 2 Mrd? Das kann sich sehen lassen. Verständlich dass die Telekom Kasse macht. Vielleicht kann sich Holtzbrinck mal bei der Telekom erkundigen wie man aus dem Web ein gutes Geschäft macht;-)
daholga 19.11.2013
3. Ok, wie Sie wollen ....
Kaum haben die Neoliberalen durch die Wahl wieder mehr Zeit, trollen sie sich auch schon durch die Foren. Jetzt zufrieden?
ashrak2013 19.11.2013
4. optional
Wie hieß es früher man sollte nur die Geschäfte Tätigen die man beherrscht oder gelernt hat. Achja Schuster bleib bei deinen Leisten so war der Spruch glaube ich
JaguarCat 20.11.2013
5. Telekom und Start up passen sehr wohl zusammen ...
... wenn man sieht, wie viel die Telekom hier mit dem Verkauf eines groß gewordenen Start Ups herausschlagen können. Da aber Inhalte nicht das Kerngeschäft sind, sondern die Vermittlung des Zugangs zu Inhalten, ist der Verkauf zu dem genannten guten Preis für die Telekom sinnvoll.
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