Karl-Erivan Haub Suche nach verschollenem Tengelmann-Chef verzögert sich

Seit Monaten wird Karl-Erivan Haub in den Alpen bei Zermatt vermisst. Eine neue Suche nach dem Tengelmann-Chef wird sich wohl bis mindestens Ende September verschieben - weil zu viel Schnee liegt.
Karl-Erivan Haub im Juli 2016

Karl-Erivan Haub im Juli 2016

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In anderen Jahren wäre eine gezielte Suche schon jetzt oder Ende August möglich gewesen - weil es im vergangenen Winter aber in den Schweizer Alpen so heftig geschneit hat, könnte sich eine neue Suche nach Karl-Erivan Haub bis Ende September oder Oktober verzögern. Oberhalb von Zermatt liege der Schnee am Matterhorn weiterhin meterdick, sagte der Rettungschef von Zermatt, Anjan Truffer. "Wir werden uns sicher im September erneut mit der Familie Haub besprechen, wie es weiter geht", sagte Truffer.

Bergführer, die Sommertouren in der Region begleiten, halten stets Ausschau nach Vermissten oder Verunglückten. Im Juli war in einer anderen Region, direkt am Matterhorn, etwa die Leiche eines japanischen Bergsteigers entdeckt worden. Wenn ein Skitourenläufer aber im Winter in eine Gletscherspalte stürzt, muss gezielt gesucht werden. Dafür brauchen Bergführer eine spezielle Ausrüstung, die sie auf normalen Touren nicht dabei haben.

Matterhorn

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Der 58-jährige Extremsportler Haub war am 7. April von einem Training für das härteste Skitourrennen der Alpen nicht zurückgekehrt. Retter waren in dem eisigen Skigebiet tagelang mit Hubschraubern, Spürhunden und Suchtrupps unterwegs, um ihn zu suchen. Das letzte Lebenszeichen stammte von einer Videokamera, die Haub an der Bergstation einer Luftseilbahn am Klein Matterhorn auf 3820 Metern aufgenommen hatte. Nach dem Unglück gab es dort mehrere Meter Neuschnee.

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Karl-Erivan Haub: Ein Leben für Tengelmann

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Die Familie und die Bergretter gingen eine knappe Woche nach dem Verschwinden Haubs davon aus, dass er verunglückt und möglicherweise in eine Gletscherspalte gestürzt ist. Sie wollen den Leichnam bergen.

In diesem Jahr dauert die Schmelze wegen der starken Schneefälle einige Wochen länger als gewöhnlich. In der Region, in der Haub wahrscheinlich verunglückte, wird das ganze Jahr über Ski gefahren.

Nach Haubs Verschwinden hatte dessen jüngerer Bruder Christian in der Unternehmensgruppe die alleinige Geschäftsführung übernommen.

fdi/dpa
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