Nach Twitter-Deal Elon Musk erschreckt Anleger mit Verkauf von Millionen Tesla-Aktien

Tesla-Chef Elon Musk macht Anteile des Elektroauto-Herstellers im Wert von vier Milliarden Dollar zu Geld. An der Börse ist die Sorge vor weiteren Großverkäufen groß – die Kursverluste der Aktie sind ohnehin schon enorm.
Elon Musk: Milliardenschwere Verpflichtungen

Elon Musk: Milliardenschwere Verpflichtungen

Foto: Jim Watson / AFP

Elon Musk hat Aktien des Elektroauto-Herstellers Tesla verkauft: Er trennte sich von rund 4,4 Millionen Tesla-Anteilen und nahm damit etwa vier Milliarden Dollar ein, wie aus Unterlagen bei der Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Weitere Verkäufe seien nicht geplant, schrieb er in der Nacht zu Freitag bei Twitter.

Trotz der Ankündigung steigt an der Börse die Sorge vor weiteren Großverkäufen, die den Aktienkurs drücken könnten. Hintergrund ist die geplante Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter durch den Tesla-Chef. Zu den Gründen für den aktuellen Aktienverkauf nimmt der Multi-Unternehmer allerdings nicht Stellung.

Finanzierung aus eigenen Mitteln

Musk hat sich verpflichtet, für den 44 Milliarden Dollar teuren Twitter-Kauf eigene Mittel von bis zu 21 Milliarden Dollar einzubringen. Wie genau er sie aufbringen will, ist noch unklar. Musk hält nach dem jüngsten Verkauf noch gut 168 Millionen Tesla-Aktien. Mit einem Teil davon will er einen Kredit über 12,5 Milliarden Dollar absichern, der ebenfalls zur Finanzierung des Twitter-Deals dienen soll.

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In den Finanzierungszusagen für den Twitter-Kauf legte Musk über 46,5 Milliarden Dollar vor. Er einigte sich mit dem Onlinedienst auf die Übernahme, ist aber noch darauf angewiesen, dass genug Aktionäre ihm seine Anteile zum Preis von 54,20 Dollar abtreten.

Musk erklärt sein Interesse an Twitter damit, dass auf der Plattform die Redefreiheit eingeschränkt sei. Das wolle er ändern, doch was das genau bedeuten könnte, ist derzeit noch unklar. In den USA sichert ihm die Haltung aktuell den Applaus von Konservativen, Coronaskeptikern und Anhängern von Ex-Präsident Donald Trump, die alle eine »Zensur« bei Twitter beklagen.

ani/dpa