Elektroautobauer Tesla enttäuscht Anleger mit bislang höchstem Quartalsverlust

Es ist der höchste Fehlbetrag, den Tesla in einem Quartal verkraften musste: Das Unternehmen meldete einen Verlust von über 600 Millionen Dollar. Immerhin der Umsatz konnte gesteigert werden.

Tesla Model X
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Tesla Model X


Der Elektroautobauer Tesla ist im dritten Quartal stärker als erwartet in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich fiel ein Verlust in Höhe von 619 Millionen Dollar (533 Mio Euro) an, wie der Konzern von Tech-Milliardär Elon Musk nach US-Börsenschluss mitteilte.

Es war der höchste Fehlbetrag, den Tesla bislang in einem Quartal verkraften musste. Im Vorjahreszeitraum hatte die Firma 22 Millionen Dollar verdient. Anleger reagierten enttäuscht, die Aktie fiel nachbörslich zunächst um drei Prozent.

Der Umsatz kletterte um knapp 30 Prozent auf drei Milliarden Dollar, das war mehr als von Analysten erwartet. Zu den Problemen bei der anlaufenden Massenfertigung von Teslas erstem Mittelklasse-E-Auto Model 3 hieß es im Brief an die Aktionäre, die Produktion sei in der Startphase eine Herausforderung, werde aber stetig erhöht. "Wir machen weiter Fortschritte, die anfänglichen Engpässe zu lösen". Mit lediglich 260 hergestellten Fahrzeugen verfehlte das Unternehmen seine Ziele für das Model 3 im dritten Quartal massiv.

Tesla baut Werk in China

Das Model 3 soll in Zukunft auch in China gebaut werden. Der Elektroautobauer bestätigte eine Einigung mit den chinesischen Behörden für den Bau eines Werks in Shanghai. "Die chinesische Fabrik soll in etwa drei Jahren mit der Produktion beginnen", sagte Tesla-Chef Musk.

Dort solle in erster Linie das Model 3 für den chinesischen Markt und möglicherweise für weitere Länder in der Region gefertigt werden. Die Produktion des Wagens vor Ort sei "die einzige Möglichkeit, dieses Auto in China erschwinglich zu machen", sagte Musk.

Das "Wall Street Journal" hatte vergangene Woche über eine Einigung zwischen Tesla und den chinesischen Behörden für den Bau eines Werks in dem Land berichtet. Der Autobauer hatte dies zunächst nicht kommentieren wollen.

bam/asa/dpa/AFP



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