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07. Januar 2019, 10:54 Uhr

E-Auto-Hersteller

Tesla startet Fabrikbau in Shanghai

Es soll das größte Tesla-Werk außerhalb der USA werden: In Shanghai hat Firmenchef Elon Musk den Baubeginn für eine neue Fabrik in China gefeiert. Noch dieses Jahr sollen dort E-Autos produziert werden.

Diesen Termin nahm Elon Musk persönlich wahr: In der chinesischen Metropole Shanghai hat der Bau des größten Tesla-Werks außerhalb der USA begonnen. Die Fabrik soll dem Unternehmen zufolge bis Sommer stehen, die Produktion der ersten Autos vom Typ Model 3 bereits Ende des Jahres beginnen. "Nächstes Jahr wollen wir die Produktion in Großserie erreichen", schrieb Musk auf Twitter.

Tesla erhält durch die Fabrik einen Zugang zum riesigen chinesischen Markt, ohne Beeinträchtigungen durch den harten Handelsstreit zwischen den USA und Peking befürchten zu müssen. In dem Werk sollen sowohl die Autos als auch die für den Elektroantrieb benötigten Batterien hergestellt werden - wegen dieser Kombination nennt Tesla selbst diese Werke "Gigafabriken". In den USA baut Tesla seine Autos im Bundesstaat Kalifornien zusammen, die Batterien produziert das Unternehmen hingegen im Bundesstaat Nevada.

Gemeinsam mit Bürgermeister Ying Yong nahm Musk an der Feier zum Baubeginn in Shanghai teil. Bereits im vergangenen Sommer war der Tesla-Chef in die chinesische Stadt gereist, um die Vertragsverzeichnung zu feiern. Dort betreibt Tesla bereits ein Zentrum für Technik und Entwicklung. Das Werk soll eine Kapazität von jährlich 500.000 Fahrzeugen erreichen.

Konkret sollen in Shanghai die Tesla-Modelle 3 und Y gebaut werden - und zwar "erschwingliche Versionen" für den chinesischen Markt, wie Musk auf Twitter weiter mitteilte. Höherpreisige Versionen der beiden Modelle sowie die Modelle S und X sollen demnach hingegen weiter in den USA gebaut werden, auch für den chinesischen Markt.

Über die Baukosten der Fabrik in Shanghai gibt es unterschiedliche Angaben. Tesla gibt sie mit rund zwei Milliarden Dollar an, die Finanznachrichtenagentur Bloomberg beziffert sie mit fünf Milliarden Dollar weitaus höher.

Der US-Autobauer wird das Werk eigenen Angaben zufolge vollständig allein besitzen. Das ist in China ein Novum. Bislang durften ausländische Autohersteller in dem Land nur einen Anteil von höchstens 50 Prozent an Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Partnern halten.

Die Regierung in Peking hatte vergangenes Jahr aber angekündigt, diesen Zwang schrittweise aufzuheben. Hersteller von Elektrowagen wurden schon 2018 von der Auflage befreit. Bis 2020 soll der Zwang für Nutzfahrzeughersteller fallen, bis 2022 für Hersteller konventioneller Autos.

fdi/apr/AFP

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