Elektroautos Elon Musk eröffnet Tesla-Fabrik in Grünheide

Gut zwei Jahre nach Baustart legt das erste europäische Tesla-Werk in Grünheide offiziell los. US-Konzernchef Elon Musk flog zur Eröffnung ein – und übergab die ersten 30 Elektroautos aus deutscher Produktion an Kunden.
Tesla-Autos in Grünheide

Tesla-Autos in Grünheide

Foto: Pool / Getty Images

Der US-Elektroautobauer Tesla hat seine Fabrik in Grünheide eröffnet, es ist die erste in Europa. Konzernchef Elon Musk kam persönlich nach Grünheide bei Berlin, um die ersten 30 Exemplare der Reihe Model Y an die neuen Besitzer zu übergeben.

Tesla hatte die Anlage mit künftig 12.000 Mitarbeitern und einer Zielmarke von 500.000 Autos pro Jahr in gut zwei Jahren gebaut. Musk verließ sich dabei zunächst auf vorzeitige Zulassungen des Landes Brandenburg. Erst vor rund zwei Wochen kam die endgültige Genehmigung, als die Fabrik längst fertig war und mit dem Probebetrieb begonnen hatte.

Tesla wollte schon 2021 starten

Das Land Brandenburg und der Bund feiern die Ansiedlung der sogenannten Gigafactory als Aufbruchssignal für Ostdeutschland und die schnelle Bauzeit als wegweisend. »Der Osten ist industriell vorne mit dabei«, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der wie Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) der Eröffnung in Grünheide beiwohnte. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nannte den Start einen »entscheidenden Schritt für Brandenburgs Zukunft«. Tesla sei »das herausragende Beispiel« für die Wirtschaftsdynamik des Landes.

Tatsächlich wollte Musk schon Mitte 2021 mit der Produktion starten. Das Verfahren verzögerte sich, unter anderem weil Tesla erst im Nachhinein auch eine Batteriefabrik anmeldete. Diese ist noch im Bau.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Proteste führen zu Autobahnsperrung

Umweltschützer protestieren nach wie vor gegen den Autobauer, vor allem aus Sorge um die Versorgung mit Trinkwasser in der Region. Bedenken und Einwendungen im Verfahren seien ignoriert und »Recht gebeugt« worden, erklärte die Bürgerinitiative Grünheide. Tesla-Elektroautos seien »alles andere als klimafreundlich«.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Eine Protestaktion führte indes bei Erkner (Oder-Spree) zu einer Sperrung des Berliner Autobahnrings. Der Verkehr auf der A10 in Fahrtrichtung Süden sei gestoppt worden, weil Menschen an einer Brücke über der Autobahn hingen, sagte ein Polizeisprecher. Es habe sich ein Stau gebildet. In sozialen Medien war eine Abseilaktion zu sehen, die sich gegen das neue Tesla-Werk richte.

rai/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.