Tesla-Gründer Elon Musk verstört mit "Rotwein mit Schlafmittel"-Aussage

Tech-Pionier Elon Musk gibt Einblicke in seine Freizeitgestaltung. Abends kombiniere er gern "ein bisschen Rotwein und etwas Schlafmittel" - eine gefährliche Kombination. Die Folgen sind mitunter auf Twitter sichtbar.

DPA

Elon Musk, Gründer des Elektroautokonzerns Tesla Chart zeigen, ist bekannt für spektakuläre Ideen und ehrgeizige Vorhaben. 2018 will seine Firma 500.000 Autos pro Jahr verkaufen, 2020 sollen es eine Million sein.

Vergangenen Dienstag stellte Musk Investoren Pläne für einen Elektrogeländewagen vor. Doch nicht nur die Ankündigung von "Model Y" sorgte für Schlagzeilen - sondern auch eine flapsige Bemerkung von Musk zum Zustandekommen seiner gelegentlich bizarr anmutenden Einträge beim Kurznachrichtendienst Twitter. Er drehe da gelegentlich etwas ab, sagte er bei dem Treffen mit Tesla-Anteilseignern. "Wissen Sie, wenn da ein bisschen Rotwein ist, ein alter Plattenspieler, etwas Ambien. Zauberei. Zauberei passiert."

Ambien ist ein in den USA beliebtes Schlafmittel. Der Hersteller warnt davor, das Präparat zusammen mit Alkohol einzunehmen. Musk wiederholte die Äußerung etwas gekürzt auch auf Twitter.

Hinweise anderer Twitter-Nutzer, die Kombination von Schlafmitteln und Alkohol sei gefährlich, konterte Musk auf seine Art: Solange der alte Schallplattenspieler nicht fehle, sei alles in Ordnung.

Musks nächtliche Tweets sind berüchtigt. Als Tesla wegen Unfällen mit dem Autopiloten in die Kritik geriet, kündigte er nachts via Kurznachrichtendienst einen neuen "Masterplan" von Tesla an. Daneben treibt Musk weitere, nicht minder ambitionierte Projekte voran. Die Raumfahrtfirma SpaceX etwa (soll 2018 eine Raumkapsel zum Mars schießen) oder das neuartige Transportsystem Hyperloop (soll Menschen mit 1225 Kilometern pro Stunde durch Röhren schießen).

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Elon Musks Visionen: Tesla, Trips zum Mars und Tunnelbohrer

Zuletzt sorgte Musk zudem mit der Aussage für Schlagzeilen, er wolle nun auch den Tunnelbau revolutionieren. "Aufregende Fortschritte an der Tunnelfront", twitterte er. "Ich plane, in einem Monat oder so mit dem Graben zu beginnen."

Musk hatte bereits im Dezember die Entwicklung neuartiger Tunnelbohrer angedeutet. Da saß er offenbar im Auto. "Der Verkehr macht mich wahnsinnig. Ich werde eine Tunnelbohrmaschine bauen und einfach zu graben beginnen", schrieb er auf Twitter.

Musks Unternehmen Tesla hat inzwischen Ford Chart zeigen als wertvollsten US-Autobauer überholt - obwohl die Firma in den vergangenen fünf Jahren Verluste von 2,3 Milliarden Dollar angehäuft hatte. Investoren reißen sich dennoch um Anteile an der Firma.

In einigen US-Medien werden nach Musks letztem Treffen mit den Investoren gewisse Zweifel an Teslas Geschäftsmodell laut. Die Euphorie der Geldgeber sei womöglich ebenso wie Musks Tweets nicht ohne "bewusstseinserweiternde Drogen in Aktion" zu erklären, spottet das US-Magazin "Forbes".

Porträt von Elon Musk: Großmaul unter Druck

beb

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