Tesla Elon Musk will Bitcoin nun doch akzeptieren – unter Bedingungen

Tesla-Autos gegen Bitcoin? Das hatte Elon Musk erst angekündigt, dann aber wieder abgelehnt – aus Umweltgründen. Nun legt sich der Unternehmer fest: auf ein klares »womöglich«.
Elon Musk: »Das ist falsch«

Elon Musk: »Das ist falsch«

Foto: MIKE BLAKE / REUTERS

Der Autobauer Tesla wird nach Angaben seines Chefs Elon Musk die Kryptowährung Bitcoin als Zahlungsmittel unter Bedingungen wieder akzeptieren: Dann nämlich, wenn ein angemessener Anteil von etwa 50 Prozent an erneuerbaren Energien bei der Bitcoin-Herstellung genutzt werde und es dabei zudem einen positiven Trend in diese Richtung gebe. Wenn das der Fall sei, werde Tesla auch wieder Bitcoin-Transaktionen erlauben, twitterte Musk.

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Erst im März hatte Musk erklärt, Tesla werde seine Autos künftig auch gegen Bitcoin verkaufen. Im Mai hatte er eine Kehrtwende vollzogen und dies mit Klimabedenken begründet. Musk twitterte nun, Tesla habe etwa zehn Prozent seines Bitcoin-Bestands verkauft, »um zu bestätigen, dass Bitcoin einfach liquidiert werden kann, ohne den Markt zu bewegen«.

Kritiker werfen Musk Preismanipulation vor

Musk verlinkte seinen Tweet mit einem Beitrag des Internetdienstes »Cointelegraph« , den er mit den Worten »Das ist falsch« zurückwies. Dort wurde ein Interview mit der Chefin des Finanzdienstleisters Sygnia, Magda Wierzycka, wiedergegeben. »Was wir bei Bitcoin gesehen haben, ist die Preismanipulation durch eine sehr mächtige und einflussreiche Person«, sagte Wierzycka dort.

Bei Bitcoin habe es Marktschwankungen gegeben, die sie »als Marktmanipulation durch Elon Musk« bezeichnen würde. Wenn dies einem börsennotierten Unternehmen passiere, würde es von der US-Börsenaufsicht untersucht und streng bestraft.

Der Tesla-Chef habe den Preis von Bitcoin wissentlich in die Höhe getrieben, indem er unter anderem Tweets geschrieben habe, in denen er erwähnt habe, dass sein Unternehmen Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar gekauft habe, so die Sygnia-Chefin. Einen großen Teil davon habe er dann auf dem Höhepunkt des Bitcoin-Preises verkauft. Nach dem jüngsten Musk-Tweet stieg der Preis für Bitcoin zwischenzeitlich um fast zehn Prozent.

Millionen Follower bei Twitter

Seit Monaten steht Musk bei manchen Marktbeobachtern in der Kritik. Sie werfen ihm vor, mit teils einfachen Tweets den Bitcoin-Kurs zu beeinträchtigen und sich oder Tesla dadurch die Möglichkeit finanzieller Vorteile zu verschaffen.

Musk hat bei Twitter rund 57 Millionen Follower. Sollten sich nur ein Teil von ihnen bei Musks Bitcoin-Tweets entsprechend in der Kryptowährung engagieren, kann das den Kurs deutlich bewegen.

ime/jok/Reuters
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