Elektroautobauer Überraschender Gewinn treibt Tesla-Aktie in die Höhe

Die Analysten waren skeptisch - doch nun konnte Tesla im dritten Quartal einen Gewinn von 143 Millionen Dollar verbuchen. Das ließ die Aktie des Konzerns nachbörslich um mehr als zehn Prozent steigen.
Tesla-Fahrzeuge: Positive Zahlen - entgegen der Erwartungen

Tesla-Fahrzeuge: Positive Zahlen - entgegen der Erwartungen

Foto: John Thys/AFP

Tesla hat das dritte Quartal überraschend mit einem Gewinn abgeschlossen. Unter dem Strich verdiente der amerikanische Elektroautobauer 143 Millionen Dollar (128 Millionen Euro), wie die Firma am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.

Damit konnte Tesla-Chef Elon Musk sein Versprechen schwarzer Zahlen doch noch erfüllen, was ihm Analysten angesichts der hohen Expansionskosten nicht zugetraut hatten. Das Ergebnis fiel letztlich zwar positiv aus, liegt aber dennoch 54 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr.

Anleger reagierten trotzdem zufrieden und ließen die Aktie nachbörslich um mehr als zehn Prozent steigen. Dabei gingen Teslas Erlöse stark zurück. Der Umsatz fiel trotz eines Rekords von 97.000 ausgelieferten Autos um acht Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar.

Musk zeigte sich im Brief an die Aktionäre "höchst zuversichtlich", dass Tesla 2019 mehr als 360.000 Fahrzeuge an die Kundschaft bringt. Analysten hielten dies bislang für schwer erreichbar. Im dritten Quartal verkaufte Tesla eigenen Angaben zufolge 79.600 Fahrzeuge des Modell 3 und übertraf damit die Erwartungen. Das Modell 3 ist ein entscheidendes Element in Musks Wachstumsstrategie.

Das China-Projekt läuft wie geplant

Gut an kam bei Investoren auch, dass die Pläne für die Auto-Produktion in Shanghai kurz vor der Umsetzung stehen. Tesla sei dabei, die notwendigen Lizenzen zu erhalten und werde bald mit der Fertigung in China starten, erklärte das Unternehmen. Bis Ende des Jahres will Tesla dort mindestens 1000 Fahrzeuge des Modells 3s pro Woche bauen.

Dadurch soll der Absatz im weltgrößten Automarkt angekurbelt und Einfuhrzölle für Autos aus den USA vermieden werden. Noch gibt es aber Unsicherheiten mit Blick auf Arbeitskräfte und Lieferanten.

yer/jok/dpa/Reuters
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