Neuwied Tesla hat Interesse an deutschem Autozulieferer

Der US-Autobauer Tesla treibt seine Expansion nach Deutschland voran. Nach Angaben von Kartellwächtern erwägt die Firma von Elon Musk, beim Neuwieder Autozulieferer ATW einzusteigen.
Tesla-Chef Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk

Foto: Brendan Smialowski / AFP

Nach dem Kauf der Firma Grohmann in Prüm interessiert sich der kalifornische E-Autobauer Tesla nun für ein zweites Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Beim Bundeskartellamt hat Tesla mit dem Datum 30. September einen "Vermögenserwerb/Kontrollerwerb" für den Neuwieder Autozulieferer ATW angemeldet, wie die Bonner Behörde am Donnerstag bestätigte.

ATW (Assembly & Test Europe GmbH) gehört bislang dem kanadischen Hersteller ATS Automation Tooling Systems. Das Unternehmen zählt BMW, Daimler und VW zu seinen Kunden.

ATS Automation Tooling Systems hatte vor einem Monat die Schließung des Standorts in Rheinland-Pfalz angekündigt. Tesla könnte also Jobs beim Neuwieder Autozulieferer retten.

Eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums in Mainz teilte mit, ein Einstieg des US-Autobauers bei ATW mit seinen rund 210 Beschäftigten wäre eine erfreuliche Nachricht, "die zeigt, dass Rheinland-Pfalz attraktive Firmen hat, die auch bei internationalen Unternehmen gut ankommen".

ATW und Grohmann selbst äußerten sich nicht zu dem Vorgang, auch Tesla antwortete nicht auf eine Anfrage.

Der US-Autobauer expandiert zunehmend in die Bundesrepublik. Aktuell baut er in Grünheide bei Berlin eine Fabrik für Elektroautos.

ssu/dpa

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.