»Gigafactory« in Brandenburg Entscheidung über Tesla-Baugenehmigung fällt wohl erst im vierten Quartal

Ende des Jahres sollen in der Tesla-Fabrik in Grünheide die ersten Autos vom Band rollen. Doch über die Baugenehmigung dürfte laut Brandenburgs Wirtschaftsminister erst kurz vorher entschieden werden.
Tesla-Areal in Grünheide: Bau mit vorläufigem Segen

Tesla-Areal in Grünheide: Bau mit vorläufigem Segen

Foto: Thomas Bartilla / imago images/Future Image

Beim Bau der Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide prallen zwei Welten aufeinander: auf der einen Seite ein schnell expandierender US-Konzern, auf der anderen die deutsche Bürokratie. Bis Ende des Jahres sollen in der Fabrik die ersten Elektroautos vom Band rollen, dabei gibt es bis heute noch keine Genehmigung – was auch daran liegt, dass Tesla das Vorhaben noch einmal um Pläne für die Batterieproduktion erweitert hat.

Nun rechnet Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach mit einer Entscheidung über den Genehmigungsantrag für das Tesla-Autowerk in Grünheide bei Berlin im vierten Quartal dieses Jahres. Dies gelte aber nur, »sofern keine derzeit unvorhersehbaren weiteren Gründe zu einer weiteren Verzögerung führen«, sagte der SPD-Politiker der Branchenzeitung »Automobilwoche«.

»Im Genehmigungsverfahren gilt ganz klar der Grundsatz Qualität vor Schnelligkeit. Oberste Priorität hat, dass die Entscheidung des Landesamts für Umwelt letztlich rechtssicher ist. Und eröffnet werden kann die Fabrik erst dann, wenn eine positive Genehmigungsentscheidung vorliegt«, führte Steinbach aus.

Tesla wollte ursprünglich im Juli 2021 beginnen, mittlerweile plant der Konzern die Inbetriebnahme der Autofabrik für Ende des Jahres. Dort sollen mindestens 100.000 E-Autos pro Jahr gefertigt werden. Der Bau des Werks ist auf Grundlage von Teilgenehmigungen bereits weit vorangeschritten. Ein endgültiges Veto des Landesumweltamts und einen Rückbau des Geländes hält Steinbach für praktisch ausgeschlossen: »Es geht hier ja nicht um die Genehmigung eines neuen Kernkraftwerks«, sagte er.

mic/dpa
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