Konkurrenz für Tesla General Electric verbündet sich mit bayerischem Akku-Bauer

General Electric will Tesla im Batteriegeschäft Konkurrenz machen. Nun beteiligt sich der US-Konzern nach Information von manager magazin online an einem Mittelständler aus Bayern.
Speicher-Produktion bei Sonnen

Speicher-Produktion bei Sonnen

Foto: Sonnenbatterie

Das Geschäft mit Stromspeichern für Privathaushalte und Unternehmen kommt in Schwung - und nun greift auch der US-Industrieriese General Electric (GE) stärker an. Dazu steigt die Wagniskapitaltochter GE Ventures mit einem Minderheitsanteil beim bayerischen Mittelständler Sonnen (ehemals Sonnenbatterie) ein, wie manager magazin online berichtet.

Gemeinsam mit dem deutschen Marktführer für Heimspeicher rüstet sich GE damit auch gegen Tesla. Der Elektroautohersteller hat bereits vor einem Jahr seinen Markteinstieg mit einem günstigen Akku angekündigt. Er soll in der sogenannten Gigafactory hergestellt werden, der derzeit im Bau befindlichen größten Batteriefabrik der Welt. Tesla will auch Geschäftskunden und Versorger ansprechen - und damit in der Stammkundschaft von GE wildern.

"GE verfügt über großes Know-how bei den erneuerbaren Energien und exzellente Marktzugänge", sagte Sonnen-Vertriebsvorstand Philipp Schröder manager-magazin.de. Gemeinsam werde es möglich sein, neue, dezentrale Geschäftsmodelle im Bereich der Energieversorgung zu etablieren.

Neue Geschäftsmodelle in der Energieversorgung

Der amerikanische Industriekonzern hat sein Engagement bei großen Lithium-Ionen-Batterien in den vergangenen Jahren bereits verstärkt. Mit Sonnen lotet er die Möglichkeiten kleinerer Systeme aus. "Wir glauben, dass das Geschäft mit Energiespeichern bis 2020 zu einem Sechs-Milliarden-Dollar-Markt anwachsen wird", heißt es bei GE.

Über die Höhe des künftigen GE-Anteils an Sonnen und den Kaufpreis machte das bayerische Unternehmen keine Angaben. Im Rahmen der Kapitalerhöhung sei aber insgesamt ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag zusammengekommen.

Sonnen hat im vergangenen Jahr knapp 30 Millionen Euro erlöst. Das Unternehmen will den Umsatz laut Schröder künftig jedes Jahr verdoppeln.

Es profitiert von dem Trend unter Solaranlagen-Besitzern, den Strom in einer Batterie zu speichern und selbst zu verbrauchen oder in eine Strom-Community zu verkaufen. Auf diese Weise lässt sich im Vergleich mit einem normalen Stromversorgungstarif zunehmend Geld sparen.

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