Neue Probleme mit Elektrolimousine Tesla untersucht Auto-Brand in Shanghai

In China ist ein geparktes Tesla-Auto in Flammen aufgegangen. Das Unternehmen versucht jetzt, die Brandursache zu ermitteln. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Tesla Model S (Symbolbild)
Patrick Pleul/ picture alliance/ dpa

Tesla Model S (Symbolbild)


Auf einem Video, das in chinesischen sozialen Netzwerken zirkuliert, ist festgehalten, wie ein weißes Tesla Model S ausbrennt: Erst steigen Rauchwolken unter dem geparkten Auto auf, dann schießen Flammen hoch. Der chinesischen Zeitung "People's Daily" zufolge hat der Brand drei Fahrzeuge zerstört.

Die Überwachungsaufnahmen aus einer Parkgarage, die in dem sozialen Netzwerk "Weibo" millionenfach geklickt wurden, wurden am Sonntagabend in Shanghai aufgenommen.

Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Tesla untersucht die Geschehnisse. "Nachdem wir von dem Vorfall in Shanghai gehört haben, haben wir sofort ein Team zu dem Ort geschickt", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. "Wir kontaktieren derzeit die entsprechenden Behörden, um die Situation zu verstehen." Tesla zufolge ist niemand verletzt worden.

Nicht der erste Brand

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Elektrofahrzeug von Tesla in Flammen aufgegangen ist. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge gab es seit 2013 bereits 14 Vorfälle, bei denen Tesla-Modelle gebrannt haben - meistens allerdings nach Unfällen.

Für das Unternehmen kommt der Fall in Shanghai zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Der amerikanische Autobauer versucht, China und damit den größten Automarkt der Welt, zu erobern. Im Januar wurde mit dem Verkauf des Model 3 begonnen. Tesla baut derzeit auch eine eigene Fabrik in Shanghai auf, um das Model 3 vor Ort zu produzieren.

Experten glauben, dass der zum viralen Video-Hit gewordene Brand zwar eine Debatte über die Sicherheit von E-Autos auslöst, aber Teslas Beliebtheit in China nicht nachhaltig beschädigen wird. "Tesla hatte auch schon vorher Brandfälle, aber sie hatten keinen großen Einfluss auf das Image in China", sagt der Analyst Alan Kang von LMC Automotive. "Da die Kundschaft nicht besonders konservativ ist und China den Markt für Elektromobilität vorantreibt, wird dieser Vorfall, wenn er nur zufällig ist, keine großen Auswirkungen auf Tesla haben", glaubt er.

Auch in Chinas sozialen Netzwerken wie Weibo diskutieren die Nutzer jetzt über die Sicherheit von E-Autos. Das Video des brennenden Tesla-Modells wurde mehr als 20 Millionen Mal geklickt. "Eines, was ich von dem selbstentzündeten Tesla gelernt habe: Parke nie dein Auto neben einem Tesla", schreibt ein Nutzer.

sop/Reuters



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