Standortsuche Niedersachsen hofft auf Tesla-Fabrik

Wenn es nach der Landesregierung in Hannover geht, soll der Autohersteller VW bald den Elektroauto-Pionier Tesla in seinem "Hinterhof" beherbergen. Zwei Standorte würden sich demnach besonders eignen.

Niedersachsen hofft auf eine Tesla-Ansiedlung
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Niedersachsen hofft auf eine Tesla-Ansiedlung


Die Landesregierung in Niedersachsen hofft darauf, dass der E-Autohersteller Tesla demnächst eine Fabrik in dem Bundesland baut. Das US-Unternehmen habe sich bei der Suche nach einem Europa- beziehungsweise Deutschland-Standort auch in Niedersachsen umgeschaut, teilte das Wirtschaftsministerium in Hannover mit.

Dabei seien mehrere potenzielle Standorte präsentiert worden, die dem Anforderungsprofil von Tesla entsprachen. "Ich würde mich über ein Engagement des Unternehmens und die damit verbundenen neuen Arbeitsplätze in unserem Land freuen", sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU).

Der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" zufolge stehen Emden und das Emsland auf der Liste der Standort-Kandidaten ganz oben. Die Stadt Emden hatte bereits Ende 2018 für ein Batteriezellenwerk für E-Autos geworben und auf ihre Nähe zu Offshore-Stromproduzenten hingewiesen.

Wann Tesla eine Entscheidung trifft, ist Ministeriumsangaben zufolge noch unklar. Zuletzt hatte sich Althusmann im September 2018 in einem Brief an Tesla-Chef Elon Musk gewandt, um abermals auf die Standortvorteile Niedersachsens hinzuweisen.

brt/dpa

insgesamt 111 Beiträge
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Nonvaio01 22.08.2019
1. sehr gut
Gerade fuer das Emsland, ich hoffe es klappt.
omop 22.08.2019
2. Vielleicht woher schauen was industriepolitisch Sinn macht
Tesla ist immer noch Autohersteller und damit ein direkter Konkurrent von VW. Kompetenz in Sachen Batteriefertigung haben auch noch andere Hersteller. Davon abgesehen, sollte auch die Politik erkennen, dass sich der Wind dreht und der all-electric-Ansatz der falsche Weg ist. Wasserstoff wird auch in Brüssel als das Medium der Zukunft gesehen und vermeidet, dass die Ausbeutung der endlichen Ressource Lithium enorme Umweltschäden anrichtet.
Misanthrop 22.08.2019
3. Richtige Überlegung
"Die Stadt Emden hatte bereits Ende 2018 für ein Batteriezellenwerk für E-Autos geworben und auf ihre Nähe zu Offshore-Stromproduzenten hingewiesen." Richtig so. Energiehungrige Großbetriebe sollten dort angesiedelt werden, wo die Energie erzeugt wird. Dann sind auch Projekte wie Südlink überflüssig. Ich drücke dem Emsland die Daumen. Auch aus gesellschaftlicher Sicht ist zu hoffen, dass weitere Neuansiedlungen nicht nach BaWü oder Bayern gehen - so wie im Falle der Batterieforschung (Münster) bereits geschehen.
kenterziege 22.08.2019
4. Schön wärs
Tesla ist bei Ankündigungen groß und in der Umsetzung klein! Es werden viele Hersteller hier E-Autos anbieten. Dazu kommt, dass der deutsche Arbeitsmarkt bezogen auf qualifizierte Fachkräfte leer ist. Das bleibt dann wohl eine Fata- Morgana!
freddygrant 22.08.2019
5. Keine Sorge!
Die Firma Tesla kann sich in Deutschland z.Zt. gar nicht ansiedeln, weil sie in vielen Bereichen gesetzlich gar nicht die Voraussetzung für eine Ansiedelung erfüllt. Ich hoffe das unsere Adminstration wenigstens vor einer entsprechenden Genehmigung feststellt und nicht erst hinterher wie bei der Maut (von Herrn Scheuer!
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