Geplante Gigafactory Tesla und Land Brandenburg einigen sich auf Grundstückskauf

Tesla hat sich mit dem Land Brandenburg auf einen Kaufvertrag für ein Grundstück verständigt. Schon im kommenden Jahr sollen die Bagger rollen.
Tesla will im ersten Halbjahr 2020 mit dem Bau seines Werkes in Brandenburg beginnen

Tesla will im ersten Halbjahr 2020 mit dem Bau seines Werkes in Brandenburg beginnen

Foto: John Thys/AFP

Die geplante Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla ist in ihrer Umsetzung einen Schritt weiter: Tesla hat sich mit Brandenburg nach Angaben des Landes über den Kauf des Grundstücks geeinigt. Der Kaufvertrag stehe, teilte die Brandenburger Staatskanzlei mit.

Außerdem seien die Antragsunterlagen von Tesla für die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz beim Landesamt für Umwelt eingetroffen. Der Vertrag stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Vorstand von Tesla. Beide Seiten hätten auch Gelegenheit, den erarbeiteten Vertragsentwurf redaktionell durchzusehen. Auch der Haushaltsausschuss des Landtags muss dem Deal noch zustimmen. Das kann nach Auskunft des Landtags faktisch nicht mehr in der Weihnachtswoche passieren.

Video: Tesla baut Fabrik in Brandenburg

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"Es ist sehr gut, dass jetzt die zwei ersten wichtigen Schritte getan sind", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). "Das macht mich für den weiteren Weg zuversichtlich. Aber es gibt noch eine Menge zu tun." Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sprach von zwei Meilensteinen, die vor Weihnachten erreicht seien.

Noch bis zuletzt war unklar, ob der Kaufvertrag vor Weihnachten abgeschlossen werden kann. Denn bei den Gesprächen zwischen Brandenburg und Tesla über die Flächen gab es laut Woidke Differenzen um Details. "Es ist ganz normal, dass es bei Vertragsverhandlungen zeitweise unterschiedliche Positionen gibt", sagte Woidke in der Freitagsausgabe der "Augsburger Allgemeinen".

Tesla will in Grünheide im Kreis Oder-Spree bei Berlin von 2021 an den Kompakt-SUV Model Y herstellen. Der Baubeginn für die Fabrik soll im ersten Halbjahr 2020 sein.

flg/dpa