Musks Privatisierungs-Tweet US-Justizministerium ermittelt offenbar gegen Tesla

Auf Twitter spekulierte Tesla-Chef Elon Musk über einen möglichen Rückzug von der Börse - inzwischen ist das passé. Doch außer der Börsenaufsicht ermitteln nun offenbar auch US-Strafverfolger.

Elon Musk
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Die Börsenaufsicht SEC untersucht ohnehin schon. Nun droht dem US-Autobauer Tesla Insidern zufolge weiteres juristisches Ungemach wegen einer Twitter-Nachricht von Firmenchef Elon Musk. Das US-Justizministerium nehme Tesla wegen einer inzwischen zurückgezogenen Ankündigung Musks ins Visier, Tesla Chart zeigen von der Börse nehmen zu wollen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei Insider.

Die US-Staatsanwaltschaft habe eine Untersuchung wegen Betrugsverdachts eingeleitet, heißt es in dem Bloomberg-Bericht. Die Tesla-Aktie verlor nach der Veröffentlichung zwischenzeitlich rund sechs Prozent an Wert, zuletzt war sie aber nur noch knapp vier Prozent im Minus.

Ein Sprecher von Tesla gab sich betont gelassen. Bereits im August habe man eine Dokumentenanfrage auf freiwilliger Basis vom Justizministerium erhalten, teilte der Sprecher laut Bloomberg mit. Eine offizielle Vorladung oder einen sonstigen formalen Prozess seitens des Ministeriums habe es hingegen nicht gegeben. Man habe kooperiert und gehe davon aus, dass die Sache schnell erledigt sein werde, sobald die bereits vorgelegten Informationen überprüft seien.

Erst vor einem Monat hatte der TV-Sender Fox Business News berichtet, dass die US-Börsenaufsicht SEC in der Sache sämtliche neun Vorstandsmitglieder von Tesla gerichtlich vorladen lasse. Musk hatte am 7. August in einem Tweet überraschend verkündet, Tesla zum Aktienkurs von 420 US-Dollar privatisieren zu wollen. Später zog er sein Vorhaben zurück. Als rechtlich brisant gilt vor allem seine Behauptung, die Finanzierung für einen solchen Deal sei gesichert. Die SEC untersucht, ob damit Informationspflichten verletzt wurden.

fdi/Reuters/dpa

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