Tesla-Werk in Grünheide Beschäftigte wählen Betriebsrat

Bis zu 12.000 Arbeitsplätze sollen in dem neuen Tesla-Werk in Brandenburg entstehen. Die finale Genehmigung für den Bau steht noch aus – einen Betriebsrat haben die künftigen Beschäftigten aber schon mal.
Tesla-Chef Elon Musk in Grünheide

Tesla-Chef Elon Musk in Grünheide

Foto: ODD ANDERSEN / AFP

Die Beschäftigten der noch im Aufbau befindlichen Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide haben erstmals einen Betriebsrat gewählt. »Der neu gewählte Tesla-Betriebsrat steht vor großen Herausforderungen, hat aber auch einen großen Gestaltungsspielraum«, sagte die Leiterin des IG-Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen, Birgit Dietze. Die Gewerkschaft versprach dem neu gewählten Betriebsrat Unterstützung beim Einsatz »für gute Arbeitsbedingungen für alle«.

Die Gewerkschaft werde »genau darauf achten«, dass sich der gewählte Betriebsrat für alle künftigen Beschäftigten des neuen Tesla-Werks einsetze. Die IG Metall hatte zuvor das Datum der Betriebsratswahl kritisiert. Ein späterer Wahltermin hätte demnach insbesondere mehr Mitarbeitern in der Produktion die Möglichkeit gegeben, an der Wahl teilzunehmen.

Dennoch sei die Wahl ein positives Zeichen, betonte Dietze. »Ein Betriebsrat, der sich für die gesamte Belegschaft einsetzt, ist gut für das Unternehmen mit dem Autowerk in Grünheide und ist gut für die Beschäftigten, die dort arbeiten«, sagte sie.

Nach Informationen der IG Metall haben bisher rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Arbeitsvertrag bei Tesla unterschrieben. Geplant sind demnach bis zu 12.000 Arbeitsplätze in dem Unternehmen.

Unternehmenschef Elon Musk will in der neuen Fabrik jährlich bis zu 500.000 Elektroautos bauen lassen, auch eine Batteriefabrik soll entstehen. Der Konzern hat große Teile der sogenannten Giga-Factory mit vorläufigen Genehmigungen errichtet; die finale Genehmigung steht noch aus.

ssu/Reuters
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