E-Auto-Pionier mit Problemen Tesla bestätigt Rauswurf Hunderter Mitarbeiter

Der E-Auto-Hersteller Tesla trennt sich überraschend von mindestens 400 Mitarbeitern, darunter vielen Führungskräften. Grund seien die Ergebnisse einer "Leistungsüberprüfung". Der Konzern hatte Produktionsziele verfehlt.

Tesla-Fahrzeuge
REUTERS

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Der Elektroauto-Hersteller Tesla kommt nicht zur Ruhe: Das Unternehmen hat laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters etwa 400 Mitarbeiter entlassen, darunter zahlreiche leitende Angestellte. Betroffen sind demzufolge Führungskräfte, Team-Chefs und Vorarbeiter, sagte am Freitag ein früherer Beschäftigter, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Der Tesla-Konzern selbst bestätigte Entlassungen, nannte aber keine genaue Zahl. Als Grund für die Kündigungen gab Tesla mangelnde Leistungen an. "Wie bei allen Firmen können auch bei Tesla Leistungsüberprüfungen gelegentlich zum Abschied von Beschäftigten führen", teilte der Autobauer mit. Tesla beschäftigt rund 33.000 Mitarbeiter.

Der Konzern gilt als Vorreiter der Massenfertigung von Elektroautos. Zuletzt hatte das Unternehmen des exzentrischen Tech-Pioniers Elon Musk allerdings vor allem für negative Schlagzeilen gesorgt. Zu Monatsbeginn machte Tesla Produktionsengpässe bei seinem neuen Modell 3 öffentlich. Statt der geplanten 1500 Fahrzeuge wurden im dritten Quartal nur 260 Stück gefertigt.

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Zudem rief Tesla am Freitag 11.000 bereits verkaufte Fahrzeuge des Typs Model X zur Reparatur in die Werkstatt. Bei einigen Modellen könne die Gefahr bestehen, dass Sitze in der zweiten Reihe des Fahrzeugs bei Unfällen unerwartet nach vorn geschleudert werden, warnte das Unternehmen.

beb/Reuters

insgesamt 142 Beiträge
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fiegepilz 15.10.2017
1.
Elon Musk taugt als schillernde Frontfigur, der Rest des Apparates ist seelenloser Ausbeuterkapitalismus pur
keinputintroll 15.10.2017
2. Keine Chance
Die deutschen Medien werden es nicht schaffen, durch gebetsmühlenartig wiederholte Negativschlagzeilen Elon Musk und seine genialen Ideen zu diskreditieren, um damit vom Totalversagen der deutschen Automobilbranche unter Mitwirkung der Politik abzulenken. 2018 wird zeigen, wer gewinnt und wer absteigt. Die Jamaika-Koalition sollte sich schon mal warm anziehen. Es wird ungemütlich werden. - - - - - - -Hm, die Moderation hat in Erinnerung, dass über viele der Themen, die um die Automobilbranche kreisten, gerade auch vom SPIEGEL (z.T. sogar federführend) berichtet wurde... https://magazin.spiegel.de/SP/2017/32/?utm_source=spon&utm_campaign=heftkastenprint - Ihr Vorwurf wirkt also einigermaßen aus der Luft gegriffen... MfG Redaktion Forum
dirk1962 15.10.2017
3. Unfähiges Management
Ich habe den Eindruck dass die Manager bei Tesla ganz einfach nicht wissen was sie tun. Sie setzen für einen Serienstart völlig unrealistische Ziele und gucken dann traurig, wenn die harte Realität sie einholt. Aber statt zu lernen aus der Situation werden Mitarbeiter entlassen. Das wiederum wird zu großer Verunsicherung in der Belegschaft führen und noch mehr Probleme bereiten. Ich empfehle dem Management vielleicht besser selbst zu gehen und Leute einzusetzen die wissen von was sie reden.
kenterziege 15.10.2017
4. Das sind die typischen Wachstumsschwierigkeiten....
....einer schnell wachsenden Organistion. Die Prozesse können bei einem schnell zusammengesetzten Haufen nicht, wie eingeschliffen sitzen. Dazu kommt, dass Tesla nun Autos in Grossserie bauen will, was sie noch nie getan haben. Ein Auto ist eben mehr, als eine riesengroße Batterie und ein E-Motor. Wenn da auch schnell ein Produktionsmanager von Audi übernommen wird- was nützt ein guter Häuptling, wenn die Indianer unerfahren sind. Dazu kommen die ungeheuren Erwartungen der Börse, die mit dem Modell 3 verbunden sind. Wenn das Modell 3 floppt, dann ist Tesla pleite, weil die Aktien, wie ein Soufflee zusammenfallen. Das wissen alle. Entsprechend hoch ist der Stress. Keine guten Voraussetzungen um den Hype zu sichern!
Bueckstueck 15.10.2017
5.
Zitat von fiegepilzElon Musk taugt als schillernde Frontfigur, der Rest des Apparates ist seelenloser Ausbeuterkapitalismus pur
Was glaubst du denn abseits dessen was du gerne aus solchen Schlagzeilen mit deiner selektiven Wahrnehmung herausliest, zu wissen? 400 Führungskräfte von 33000 Mitarbeitern? Schade für die Betroffenen, aber nicht wirklich der Rede wert, jedenfalls nicht im Kontext den du konstruierst.
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