Teure Energie Verbraucherpreise steigen leicht

Die Verbraucherpreise sind im Juli gestiegen: Die Inflationsrate liegt laut Statistischem Bundesamt bei 1,1 Prozent. Vor allem Lebensmittel werden teurer - Hauptgrund ist ein starker Anstieg der Energiekosten.
Heißes Sommerwetter treibt die Inflation: Obst und Gemüse verteuerten sich im Juli leicht

Heißes Sommerwetter treibt die Inflation: Obst und Gemüse verteuerten sich im Juli leicht

Foto: DDP

Wiesbaden - Die Verbraucherpreise ziehen leicht an. Darauf weisen die vorläufigen Angaben aus sechs Bundesländern hin. Die Inflationsrate liegt im Jahresvergleich im Juli bei 1,1 Prozent nach 0,9 Prozent im Juni, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im direkten Vergleich von Juni zu Juli legten die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent zu.

Nach Angaben des Amtes waren hohe Preise für Heizöl und Kraftstoffe maßgeblich für den Anstieg. Auch bei Obst und Gemüse habe es teilweise starke Preissteigerungen gegeben. Dabei spielt möglicherweise auch das heiße und trockene Sommerwetter eine Rolle.

Gegenüber Juni legten saisonbedingt auch die Preise für Pauschalreisen und Ferienwohnungen zu, wobei Pauschalreisen insgesamt immer noch weniger als im Juli des vergangenen Jahres kosteten.

Mit 1,1 Prozent bleibt die Teuerungsrate deutlich unter dem Niveau von knapp 2,0 Prozent, das die Europäische Zentralbank (EZB) als angemessen ansieht. Analysten hatten mit einer Teuerung in diese Höhe gerechnet.

Verbraucher können sich wohl auch in den kommenden Monaten auf stabile Preise einstellen, sagte Unicredit-Experte Andreas Rees: "Das schlimmste beim privaten Konsum liegt zwar hinter uns, aber das Umfeld ist nicht so, dass die Unternehmen mehr für ihre Produkte verlangen können."

Die meisten Experten sagen für das laufende Jahr eine durchschnittliche Inflationsrate von einem Prozent voraus, nach 0,4 Prozent im Krisenjahr 2009.

lgr/Reuters/AP/dpa