Richter weisen Klage ab Thermomix-Hersteller musste Kunden nicht über neues Modell informieren

Hätte das Unternehmen Vorwerk seine Kunden warnen müssen, dass bald ein neues Themomix-Modell herauskommt? Das Landgericht Wuppertal sagt: nein. Die Begründung dafür ist einleuchtend.
Thermomix-Geräte

Thermomix-Geräte

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa

Der Hausgerätehersteller Vorwerk war nach einem Urteil des Landgerichts Wuppertal nicht verpflichtet, seine Kunden lange im Voraus von dem geplanten Modellwechsel bei dem Luxusküchengerät Thermomix zu informieren.

Die Wuppertaler Richter wiesen die Klage einer Thermomix-Käuferin endgültig ab, die nach der überraschenden Präsentation des neuen Thermomix TM6 im vergangenen Frühjahr ihr wenige Wochen zuvor gekauftes Vorgängermodell zurückgeben wollte.

Vorwerk habe ein berechtigtes Interesse gehabt, die aktuelle Produktion noch abzusetzen, ohne Hinweise auf den künftigen Produktwechsel zu geben, begründete der Vorsitzende Richter Stefan Istel das Urteil. Selbst wenn das neue Gerät schon in Vorbereitung gewesen sei - es gebe keine Pflicht, die Kunden vorzuwarnen.

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Das Landgericht bestätigte eine Entscheidung des Wuppertaler Amtsgerichts, das die Forderung der Klägerin nach einer Rückabwicklung des Kaufvertrages für das mehr als tausend Euro teure Küchengerät ebenfalls abgewiesen hatte. Die Entscheidung ist damit rechtskräftig.

Vorwerk hatte das neue Thermomix-Modell TM 6 im Frühjahr 2019 eingeführt. Es unterscheidet sich vom Vorgängermodell durch mehrere zusätzliche Funktionen wie das Fermentieren und die Möglichkeit zum Braten. Etliche Kunden, die erst kurz zuvor einen TM 5 erworben hatten, hatten damals in den sozialen Netzwerken ihrem Ärger Luft gemacht.

ssu/dpa