Großaktionär Fosun Chinesen kaufen Markennamen Thomas Cook

Die Tourismussparte des chinesischen Konzerns Fosun bietet künftig Reisen unter dem Namen Thomas Cook an. Im August hatte der Großaktionär noch versucht, das Traditionsunternehmen vor der Pleite zu retten.

Pascal Guyot / AFP

Über Jahre stand Thomas Cook für die erfolgreiche Organisation von Urlaubsreisen - bis zur Insolvenz vor gut einem Monat. Der chinesische Mischkonzern Fosun hat nun die Namensrechte des britischen Reiseunternehmens gekauft. Die Tochter Fosun Tourism zahlt elf Millionen britische Pfund, umgerechnet rund 12,74 Millionen Euro, für die Rechte an den Namen der Marke sowie der Hotelketten Casa Cook und Cook's Club, teilte Fosun Tourism mit. Mit der Marke sollen Reisen in alle Welt vermarktet werden.

Das Traditionsunternehmen Thomas Cook hatte nach der Anmeldung seiner Insolvenz sofort den Betrieb eingestellt. Eine geplante Komplettübernahme durch den Anteilseigner Fosun war zuvor gescheitert. Nach der Pleite des Mutterkonzerns musste auch die deutsche Tochter Insolvenz anmelden. Zur Thomas Cook Deutschland gehören unter anderem die Marken Neckermann, Öger Tours und Bucher Reisen.

"Der Erwerb der Marke Thomas Cook erlaubt es der Gruppe, ihre Tourismusgeschäfte auszubauen", sagte der Chef von Fosun Tourism, Qian Jiannong, der Mitteilung zufolge. Dazu setze das Unternehmen auf die breite Bekanntschaft von Thomas Cook und das starke Wachstum des chinesischen Auslandstourismus. Zudem sollten Synergien mit anderen Marken geschaffen werden.

kko/dpa



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