Milliardenauftrag Thyssenkrupp soll vier Korvetten für Brasilien bauen

Gemeinsam mit einem örtlichen Partner hat Thyssenkrupp einen Milliardenauftrag der brasilianischen Marine bekommen. Die Kriegsschiffe sollen 2024 ausgeliefert werden.

Schiffsmodell vom Typ Korvette Klasse 130 von TKMS (2009)
imago

Schiffsmodell vom Typ Korvette Klasse 130 von TKMS (2009)


Die Marinesparte von Thyssenkrupp erhält mit ihrem örtlichen Partner Embraer einen Großauftrag der brasilianischen Marine. Das Konsortium sei als bevorzugter Bieter für den Bau von vier Korvetten ausgewählt worden, teilten Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) und Embraer mit. Die Kriegsschiffe sollen zwischen 2024 und 2028 ausgeliefert werden.

Früheren Angaben zufolge soll die Bestellung ein Volumen von 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) haben. Eigentlich hatte der Auftrag bereits Ende des vergangenen Oktobers vergeben werden sollen, die Bekanntgabe wurde aber verschoben, damit die Bieter ihre Angebote noch einmal überarbeiten konnten.

TKMS beschäftigt etwa 4000 Mitarbeiter.



insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
m.klagge 29.03.2019
1. Ja, ja, sonst baut sie halt wer anderes.
Aber vielleicht, natürlich nur vielleicht sollten die politischen Erfüllungsgehilfen der deutschen Militärindustrie mal auf rechtsextreme Neigungen überprüft werden. Der neue Präsident ist mit Sicherheit kein Demokrat sondern eher etwas, das man seinerzeit bei uns Führer genannt hat.
totalausfall 29.03.2019
2. Schon seltsam
Die Rüstungsgüter die exportiert werden, scheinen blendend zu funktionieren und erfreuen sich internationaler Beliebtheit. Die Rüstungsgüter, die von den gleichen Unternehmen bei der Bundeswehr landen, sind eine einzige Pannenserie. Da könnte man den Verdacht haben, dass die Bundeswehr ganz schön geschröpft wird ! Wahrscheinlich sind die ganzen heimischen Flops, Kostensteigerungen, Nacharbeiten, Zeitverzögerungen teil einer gewieften Abzocke! Hab mir immer schon gedacht, dass man mit Ubooten die nicht fahren, Fregatten die neu schon alt sind und Gewehren die nicht geradeaus schießen nicht so ein dicker Fisch auf dem Weltmarkt sein kann. Vielleicht sollte VdL mal aus dem Ausland anrufen bei der nächsten Bestellung, mit fremder Vorwahl!
Pless1 29.03.2019
3. Auch an den Anwender denken!
Zitat von totalausfallDie Rüstungsgüter die exportiert werden, scheinen blendend zu funktionieren und erfreuen sich internationaler Beliebtheit. Die Rüstungsgüter, die von den gleichen Unternehmen bei der Bundeswehr landen, sind eine einzige Pannenserie. Da könnte man den Verdacht haben, dass die Bundeswehr ganz schön geschröpft wird ! Wahrscheinlich sind die ganzen heimischen Flops, Kostensteigerungen, Nacharbeiten, Zeitverzögerungen teil einer gewieften Abzocke! Hab mir immer schon gedacht, dass man mit Ubooten die nicht fahren, Fregatten die neu schon alt sind und Gewehren die nicht geradeaus schießen nicht so ein dicker Fisch auf dem Weltmarkt sein kann. Vielleicht sollte VdL mal aus dem Ausland anrufen bei der nächsten Bestellung, mit fremder Vorwahl!
Nicht selten liegen Probleme nicht im Produkt sondern beim Anwender. Das geht los bei unzureichend definierten Anforderungen über schlampig formulierte Lastenhefte und hört bei schlecht ausgebildeten Benutzern und falscher oder fehlender Wartung nicht auf. Stellen Sie sich einen Fußballverein vor, der einen Mannschaftsbus braucht. Sie sind der Trainer und gehen mit dieser Anforderung zu ihrem Vereinsvorstand. Der hat aber nur Geld für einen Kleinwagen. Also nervt dieser den Autohändler so lange, bis dieser ihm unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung für den Preis eines Kleinwagens einen Mittelklasse-Kombi verkauft, aus dem er aber alles ausbaut, was nicht niet-und nagelfest ist, unter anderem den Motor. Damit kommt der Vorstand dann ganz stolz zu ihnen und erklärt ihnen, was er für einen super Job gemacht hätte: Einen großen Kombi zum Preis eines Kleinwagens! Den stinkende Diesel hätten sie ja bestimmt ohnehin nicht gewollt und einen Motor können Sie sich bestimmt noch irgendwo besorgen, falls überhaupt nötig. So in etwa funktioniert Rüstung in Deutschland. Natürlich kann man sich dann auch über den windigen Händler aufregen. Aber das eigentliche Problem liegt eben woanders.
wynkendewild 29.03.2019
4. Bundessicherheitsrat
Zitat von m.klaggeAber vielleicht, natürlich nur vielleicht sollten die politischen Erfüllungsgehilfen der deutschen Militärindustrie mal auf rechtsextreme Neigungen überprüft werden. Der neue Präsident ist mit Sicherheit kein Demokrat sondern eher etwas, das man seinerzeit bei uns Führer genannt hat.
Mahlzahei, Ihnen dürfte sicherlich bekannt sein, dass Rüstungsgüter nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Bundessicherheitsrates an ausländische Kunden verkauft werden dürfen. MfG: wynkendewild
auweia 29.03.2019
5. Natürlich....
Zitat von m.klaggeAber vielleicht, natürlich nur vielleicht sollten die politischen Erfüllungsgehilfen der deutschen Militärindustrie mal auf rechtsextreme Neigungen überprüft werden. Der neue Präsident ist mit Sicherheit kein Demokrat sondern eher etwas, das man seinerzeit bei uns Führer genannt hat.
Der Bedarf der brasilianischen Marine von neuen Schiffen wurde jedoch schon unter der Vor-Vorgängerin festgestellt. Und ein derartiges Ausschreibungsverfahren kann durchaus länger als ein halbes Jahr dauern. Und es waren diverse andere Bieter. Und es wird weitgehend in Brasilien gebaut.... Aber jetzt ist es ein "neuer Führer" der eine deutsche Beteiligung unmöglich machen soll. Mir scheint, sie haben *grundsätzlich* etwas gegen Waffenexporte und jedes Argument ist recht.... .
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.