Auftrag für ThyssenKrupp Norwegen ordert vier U-Boote in Deutschland

Norwegen bestellt vier U-Boote bei ThyssenKrupp. Für den Rüstungskonzern ist das ein wichtiger Prestige-Erfolg - nachdem 2016 ein Großauftrag an die Konkurrenz aus Frankreich verloren ging.

Thyssen-Schiff des Typs 212
ThyssenKrupp Marine Systems

Thyssen-Schiff des Typs 212


Norwegens Marine kauft vier U-Boote in Norddeutschland. Die Kieler Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) soll die U-Boote in Zusammenarbeit mit norwegischen Firmen bauen, wie Norwegens Regierung am Freitag mitteilte. Sie sollen auf dem Typ 212 aufbauen, der in Deutschland schon genutzt wird. Mit dem Auftrag hat sich TKMS gegen die französische Staatswerft DCNS durchgesetzt.

Die Bestellung, die 2019 aufgegeben werden soll, sei Teil einer engeren Partnerschaft der deutschen und der norwegischen Marine, die künftig unter anderem bei Training, Übungen und Instandhaltung der U-Boote zusammenarbeiten wollen. "Es ist wichtig, dass wir einen strategischen Partner gefunden haben, mit dem wir eine umfassende und langfristige Zusammenarbeit aufbauen können", sagte die norwegische Verteidigungsministerin Ine Eriksen Søreide nach einer Mitteilung. Von 2025 an könnten die U-Boote im Einsatz sein. Über den Preis wurde nichts bekannt.

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Für den deutschen Rüstungskonzern ist das Geschäft ein wichtiger Erfolg nach mehreren Rückschlägen. Im April 2016 hatte ThyssenKrupp den Wettbewerb um einen Milliardenauftrag für den Bau australischer U-Boote verloren. Den Zuschlag bekam damals die französische Konkurrenz von DCNS.

beb/dpa



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