US-Juwelier Tiffany muss Swatch 402 Millionen Franken zahlen

Eine gemeinsame Uhrenmarke scheiterte früh - nun muss der Juwelier Tiffany dafür aufkommen: Das Luxusunternehmen zahlt seinem Ex-Partner Swatch wegen Vertragsbruchs 402 Millionen Franken. Die US-Firma zeigte sich "geschockt und tief enttäuscht".

Tiffany-Laden in Zürich: Gewinnwarnung ausgesprochen
REUTERS

Tiffany-Laden in Zürich: Gewinnwarnung ausgesprochen


Biel - Die 2007 geschlossene Allianz zwischen Tiffany und Swatch endet mit einer satten Schadensersatzzahlung: Der Juwelier Tiffany muss dem Schweizer Uhrenhersteller 402 Millionen Franken (rund 328 Millionen Euro) zahlen. Das niederländische Schiedsgericht NAI habe in letzter Instanz entsprechend geurteilt, teilte Swatch am Sonntagabend mit.

Tiffany zeigte sich "geschockt und tief enttäuscht" von dem Spruch und gab eine Gewinnwarnung aus. Der US-Konzern werde nun 295 bis 305 Millionen Dollar zurückstellen müssen und kappe daher seine Jahresprognose für den Gewinn je Aktie um 2,30 bis 2,35 Dollar. Bisher hatte Tiffany 3,65 bis 3,75 Dollar Gewinn je Aktie in Aussicht gestellt.

Der Streit zwischen den beiden Unternehmen geht auf einen Kooperationsvertrag aus dem Jahr 2007 zurück: Damals hatten sie gemeinsam die Uhrenmarke "Tiffany & Co" ins Leben gerufen - von Swatch hergestellte Uhren im mittleren Preissegment, die sowohl in Swatch- und Tiffany-Geschäften als auch über Dritthändler vertrieben werden sollten. Im September 2011 war die Zusammenarbeit beendet worden. Swatch warf Tiffany Vertragsbruch vor. Ursprünglich hatte der Uhrenhersteller sogar 3,8 Milliarden Franken verlangt. Tiffany wies den Fehler dagegen dem Schweizer Konzern zu. Swatch zufolge wurde eine Gegenklage Tiffanys abgewiesen.

Der US-Konzern werde nun prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten er in der Sache noch habe, teilte Tiffany weiter mit. Die kurz- oder langfristigen Geschäftspläne seien durch das Urteil aber nicht betroffen.

yes/AFP/Reuters/dpa-AFX



insgesamt 9 Beiträge
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spon-1280943165745 23.12.2013
1. Schiedsgericht
Da zu vermuten ist das beide Parteien vorher vereinbart haben den Schiedsspruch als verbindlich anzuerkennen, wird Tiffany zahlen müssen. Auch wenn es schwerfällt, besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
sarkosy 23.12.2013
2. Die Amerikaner
sind immer schwer geschockt,wenn sie verlieren!!.Klar,sie sind seit 50 Jahren daran gewöhnt,immer und ûberall als die grossen Gewinner vom Platz zu gehen - egal,mit welchen Mitteln sie gearbeitet haben - siehe NSA. Ein kleiner Dämpfer wird sie nicht total umwerfen!
stalkingwolf 23.12.2013
3. Alles interessant
Aber die wichtigste Frage bleibt unbeantwortet. Was ist passiert?
markusma 23.12.2013
4. Unklar
Warum und mit welcher Begründung ist Tifany vom Deal abgerückt, das bleibt völlig unklar ....
mitbestimmender wähler 23.12.2013
5. Tiffany geht noch in die Knie bevor Sie ganz übernommen wird.
Der nicht mehr so toll dastehende Tiffany Konzern muss noch dazu 402 Millionen an Swatch bezahlen. Aber was Tiffany mehr schmerzen wird ist das in der Zwischenzeit Swatch die US Konkurrents-Marke HARRY WINSTON (Juwelen, Uhren) zu 100% übernommen hat. Im weiteren lief es auf einem der Grossen Tiffany Märkten ebenfalls in die falsche Richtung. Swatch übernahm in den verschiedenen Emiraten die RIVOLI GROUP (Uhren-Juwellenhändler) mit 400 Ladenlokalen und damit einen der grössten Händler/Endverkäufer der Tiffany Produkte im Orient. DER BETRIEB TIFFANY WIRD DADURCH NUR GÜNSTIGER ZUM KAUFEN. DIE ZEIT LÄUFT FÜR DEN KOMMENDEN AUFKÄUFER.
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