Schwarz Cranz Fleischkonzern Tönnies übernimmt insolventen Wurstproduzenten

Das Familienunternehmen Schwarz Cranz wird Teil der Zur-Mühlen-Gruppe, einem Tochterunternehmen des Fleischkonzerns Tönnies. Die rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen übernommen werden.
Tönnies-Werksgelände in Rheda-Wiedenbrück: Kartellwächter müssen noch zustimmen

Tönnies-Werksgelände in Rheda-Wiedenbrück: Kartellwächter müssen noch zustimmen

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David Inderlied/ DPA

Deutschlands größter Fleischkonzern Tönnies expandiert weiter auf dem Wurstmarkt. Die Zur-Mühlen-Gruppe, ein Tochterunternehmen von Tönnies, übernimmt den insolventen Wurstproduzenten Schwarz Cranz, wie Zur Mühlen mitteilte. 

Schwarz Cranz ist ein Familienunternehmen aus dem niedersächsischen Neu Wulmstorf bei Hamburg. Die rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen übernommen werden. Darauf habe sich die Zur-Mühlen-Gruppe mit dem Insolvenzverwalter geeinigt. Die Übernahme stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörde.

Maximilian Tönnies: Schwarz Cranz litt unter steigendem Kostendruck der Branche

Schwarz Cranz sei aufgrund des schwierigen Marktumfelds und des stetig gestiegenen Kostendrucks in eine wirtschaftliche Schieflage geraten, sagte Maximilian Tönnies, Geschäftsführer der Zur-Mühlen-Gruppe, laut Mitteilung. Schwarz Cranz habe zuletzt mit deutlichen Kostensteigerungen zu kämpfen gehabt, die nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten. Zudem habe die Corona-Pandemie zu finanziellem Mehraufwand durch höhere Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen geführt.

bah/dpa
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