Sparkurs Toshiba entlässt Hälfte aller Mitarbeiter in TV-Sparte

Das Geschäft der TV-Hersteller schwächelt. Nun greift auch der japanische Konzern Toshiba zu harten Sparmaßnahmen. In der TV-Sparte werden 3000 Stellen gestrichen, Toshiba will künftig einen Großteil seiner Fernseher von externen Partnern bauen lassen.

Toshiba in Tokio: TV-Sparte seit zwei Jahren in den roten Zahlen
REUTERS

Toshiba in Tokio: TV-Sparte seit zwei Jahren in den roten Zahlen


Tokio - Die schwache Nachfrage nach Fernsehern weltweit veranlasst den japanischen Technologiekonzern Toshiba Chart zeigen zu weiteren Einsparungen. Toshiba werde die Hälfte seiner Mitarbeiter in der Verluste schreibenden TV-Sparte entlassen, kündigte die Firma an. Insgesamt seien 3000 Stellen betroffen. Zwei von drei Fabriken in Übersee würden noch vor Ende des Geschäftsjahres geschlossen.

Toshiba betreibt Werke in China, Indonesien und Polen. Welche Fabriken betroffen sind, war zunächst nicht bekannt. Der Konzern will künftig einen Großteil seiner Fernseher extern anfertigen lassen. Bisher lag der Anteil bei 40 Prozent. Die TV-Sparte von Toshiba schreibt seit zwei Jahren rote Zahlen. Bereits im Juli hatte das Unternehmen Kürzungen angekündigt, um die Kosten besser decken zu können.

Die Japaner sind mit ihren Problemen nicht allein. Die schwache Nachfrage und der Preisverfall machen diversen Anbietern zu schaffen. Neben Marktführer Samsung Chart zeigen fällt es schwer, zu bestehen. Die deutschen Premiumfirmen Loewe Chart zeigen und Metz kämpfen ums Überleben, Bang & Olufsen geht es nicht viel besser. Philips Chart zeigen hat sein TV-Geschäft längst an die Chinesen abgegeben.

cte/Reuters



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gullliver 30.09.2013
1. Schade, weil ...
... die Marke nicht schlecht ist. Meine Toshiba Geräte halten lange. Samsung hingegen kaufe ich nicht mehr - da schlägt die geplante Obsoleszenz zu ....
glen13 30.09.2013
2.
Zitat von gullliver... die Marke nicht schlecht ist. Meine Toshiba Geräte halten lange. Samsung hingegen kaufe ich nicht mehr - da schlägt die geplante Obsoleszenz zu ....
Es ist längst erwiesen, dass die vorsätzliche Alterung durch Manipulation der Hersteller bei Elektrogeräten (Obsoleszenz) ein Zeitungsente im Sommerloch war. Aber vielleicht wollten Sie ja nur noch mal mit dem tollen O...Wort glänzen.
ks82 30.09.2013
3. Da wäre ich mir mal nicht so sicher
Zitat von glen13Es ist längst erwiesen, dass die vorsätzliche Alterung durch Manipulation der Hersteller bei Elektrogeräten (Obsoleszenz) ein Zeitungsente im Sommerloch war. Aber vielleicht wollten Sie ja nur noch mal mit dem tollen O...Wort glänzen.
Da wäre ich an Ihrer Stelle mal nicht so sicher: Als Ingenieur kann ich Ihnen sagen, dass der Ausfall der Elektronik oft auf elektronische Verschleißteile wie Elektrolyt-Kondensatoren zurückzuführen ist, die entweder bzgl. Spannungsfestigkeit grenzwertig dimensioniert sind (Kosten sparen!), Billigprodukte mit schlechten Isolationswerten sind (Kosten sparen!) oder zu Nahe an Hitzequellen platziert sind (keine Zeit für sorgfältiges Layout, bis morgen muss alles am Markt sein!). Elkos altern allerdings auch so - ein Prozess bei dem sich die elektrischen Eigenschaften verändern. Unzureichende Kühlung von Leistungsbauteilen (Kühlkörper=Metall=teuer) oder Leistungsbauteile die scharf an ihren Maximum Ratings betrieben werden (mehr Leistung=mehr Geld) wären ein nächster Grund. Insbesondere Netzteile und Spannungswandler fallen dann gerne mal aus wodurch das Gerät meist zum Schrott kommt. Da das Management ganz gerne die Kosten optimiert werden bei margenstarken Consumer Produkten die Teile gerne am Limit dimensioniert da es sich hier besonders lohnt. Eben so, dass die Produkte die Garantiezeitraum gerade noch sicher überleben und dann nach 3-4 Jahren den Geist aufgeben, obwohl es technisch möglich gewesen wäre dass das Produkt locker 15 Jahre durchhält - hätte aber 10 Cent mehr gekostet. Da das Wirtschaftssystem Nachhaltigkeit nicht belohnt hat das den großen "Vorteil" dass der Kunde wieder ein neues Produkt kaufen muss. Und diese Optimierung der Bauteile am Limit wird in den Medien dann gerne als geplante Obsoleszenz aufgegriffen. Sie können mir aber Ihre Beweise gerne mal zukommen lassen.
tô-yirri 30.09.2013
4. Ein spezielles Dankeschoen .....
Zitat von ks82Da wäre ich an Ihrer Stelle mal nicht so sicher: Als Ingenieur kann ich Ihnen sagen, dass der Ausfall der Elektronik oft auf elektronische Verschleißteile wie Elektrolyt-Kondensatoren zurückzuführen ist, die entweder bzgl. Spannungsfestigkeit grenzwertig dimensioniert sind (Kosten sparen!), Billigprodukte mit schlechten Isolationswerten sind (Kosten sparen!) oder zu Nahe an Hitzequellen platziert sind (keine Zeit für sorgfältiges Layout, bis morgen muss alles am Markt sein!). Elkos altern allerdings auch so - ein Prozess bei dem sich die elektrischen Eigenschaften verändern. Unzureichende Kühlung von Leistungsbauteilen (Kühlkörper=Metall=teuer) oder Leistungsbauteile die scharf an ihren Maximum Ratings betrieben werden (mehr Leistung=mehr Geld) wären ein nächster Grund. Insbesondere Netzteile und Spannungswandler fallen dann gerne mal aus wodurch das Gerät meist zum Schrott kommt. Da das Management ganz gerne die Kosten optimiert werden bei margenstarken Consumer Produkten die Teile gerne am Limit dimensioniert da es sich hier besonders lohnt. Eben so, dass die Produkte die Garantiezeitraum gerade noch sicher überleben und dann nach 3-4 Jahren den Geist aufgeben, obwohl es technisch möglich gewesen wäre dass das Produkt locker 15 Jahre durchhält - hätte aber 10 Cent mehr gekostet. Da das Wirtschaftssystem Nachhaltigkeit nicht belohnt hat das den großen "Vorteil" dass der Kunde wieder ein neues Produkt kaufen muss. Und diese Optimierung der Bauteile am Limit wird in den Medien dann gerne als geplante Obsoleszenz aufgegriffen. Sie können mir aber Ihre Beweise gerne mal zukommen lassen.
..... an Sie fuer die ausfuehrliche und auch fuer einen Nicht-Ingenieur verstaendliche Erklaerung - vor allem fuer die zwei abschliessenden Feststellungen. MfG
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