TÜV Rheinland prüfte Betriebssicherheit Fast 2000 Aufzüge wegen lebensgefährlicher Mängel stillgelegt

Die Tragseile sind verschlissen, oder die Türverriegelung funktioniert nicht: Der TÜV Rheinland hat im vergangenen Jahr fast 2000 Aufzüge stillgelegt. Den Angaben zufolge bestand Lebensgefahr.
Aufzug (Archiv)

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Foto: Helene Endres

In Deutschland hat mehr als jeder sechste Aufzug gravierende Mängel. Das berichtet der TÜV Rheinland. Demnach wiesen von 544.000 überprüften Fahrstühlen im Land im vergangenen Jahr mehr als 80.000 erhebliche bis gefährliche Mängel auf. Im Gebiet des TÜV Rheinland hatte jeder achte Aufzug Mängel.

Eigenen Angaben zufolge legten die Prüfer des TÜV im vergangenen Jahr 1965 Aufzüge still. "Bei diesen Aufzügen war der technische Zustand so bedenklich, dass Gefahr für Leib und Leben gegeben war", sagte Thomas Pfaff, Geschäftsfeldleiter Deutschland beim TÜV Rheinland.

Verschlissene Tragseile

Häufige Probleme älterer Aufzüge seien verschlissene Tragseile, nicht funktionierende Türverriegelungen oder Notrufanlagen. Dass Unfälle vermieden werden, sei laut TÜV Rheinland auf hohe Prüfstandards zurückzuführen. Ältere Aufzüge würden mit einem Katalog überprüft, ob sie vom Stand der Technik abwichen und ob sich daraus Risiken ergäben.

Jeder Aufzug muss jährlich durch den TÜV geprüft werden. Betreiber und Nutzer sollten auf abgelaufene oder fehlende Plaketten achten. Seit 2015 gibt es für Aufzüge eine Plakettenpflicht: An jeder geprüften Anlage muss ein gut sichtbarer Hinweis auf die nächste fällige Prüfung kleben.

brt/AFP
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