Corona-Einbruch TUI bekommt Staatskredit über 1,8 Milliarden Euro

Der angeschlagene Tourismuskonzern TUI kann in der Coronakrise auf staatliche Milliardenhilfe hoffen. Die KfW hat entsprechende Kreditmittel zugesagt. Noch müssen allerdings weitere Banken zustimmen.
TUI-Maschinen in Hannover (Archivbild): Die KfW hat Milliarden-Hilfskredite zugesagt

TUI-Maschinen in Hannover (Archivbild): Die KfW hat Milliarden-Hilfskredite zugesagt

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Der Tourismuskonzern TUI bekommt einen Kredit von der staatlichen Förderbank KfW über 1,8 Milliarden Euro. "Die TUI AG hat heute die Zusage der deutschen Bundesregierung für eine Kreditlinie der KfW in Höhe von 1,8 Milliarden Euro erhalten, um die die bestehende 1,75 Milliarden Euro Kreditvereinbarung der TUI aufgestockt werden soll." Das teilte das Unternehmen mit. Es müssten aber noch weitere Banken zustimmen. Eine der Bedingungen sei, dass TUI während der Laufzeit des Überbrückungskredits auf Dividendenzahlungen verzichte.

Damit hätte TUI zum gegenwärtigen Zeitpunkt Finanzmittel und Kreditlinien in Höhe von 3,1 Milliarden Euro zur Verfügung. TUI habe sich zur Beantragung des KfW-Kredits entschlossen, "um die beispiellosen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie abzufedern, bis der normale Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann".

"Die Zusage des KfW-Überbrückungskredits bedeutet einen wichtigen ersten Schritt für die TUI, um die derzeitige Ausnahmesituation erfolgreich zu überbrücken", sagte Konzernchef Fritz Joussen. Er dankte der Bundesregierung, dem Bundestag, der niedersächsischen Landesregierung und der KfW. "Sie haben im Interesse unserer Kunden, Mitarbeiter und des Unternehmens schnell und lösungsorientiert gehandelt."

TUI hatte den KfW-Überbrückungskredit beantragt, um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie abzufedern, bis der normale Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Der Konzern musste Mitte März nach Reisebeschränkungen und Reisewarnungen fast aller Länder seine Urlaubsangebote, einschließlich der Pauschalreisen und Kreuzfahrten und der Hotels bis auf Weiteres aussetzen. "Wir sind dadurch vorübergehend ein Unternehmen ohne Produkt und ohne Einnahmen", sagte Joussen. "Diese Situation gilt es zu überbrücken."

brt/Reuters
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