Umstrittener Fahrdienst Deutsche Großstädte gegen Partnerschaft mit Uber

Der Fahrdienstvermittler Uber muss bei seinen Expansionsplänen in Deutschland einen Rückschlag hinnehmen. Viele Großstädte weigern sich, mit dem US-Unternehmen zu kooperieren.
Von Astrid Maier und Andrea Rungg
Taxi-Fahrer-Protest in Berlin: Deutsche Großstädte lehnen eine Zusammenarbeit mit dem Fahrdienstvermittler Uber ab

Taxi-Fahrer-Protest in Berlin: Deutsche Großstädte lehnen eine Zusammenarbeit mit dem Fahrdienstvermittler Uber ab

Foto: Sean Gallup/ Getty Images

Hamburg - Deutsche Metropolen wie Hamburg, Berlin, Frankfurt oder Stuttgart lehnen eine Kooperation mit dem US-Fahrdienstvermittler Uber derzeit rundweg ab. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag erscheint. Das Blatt beruft sich dabei auf Behördensprecher der jeweiligen Städte.

Uber hatte angekündigt, in Deutschland Städte für Partnerschaften gewinnen zu wollen, statt weiter auf Konfrontation zu gehen.

So teilte eine Sprecherin der Stadt Hamburg dem Magazin mit: "Die Stadt hat kein Interesse an einer Partnerschaft mit Uber." Der Grund sei, dass "die Verkehrsgewerbeaufsicht nicht dafür da ist, irgendwelche Partnerschaften einzugehen, die zur Gesetzesumgehung führten." Der Berliner Senat erklärte: "Eine solche Partnerschaft mit Uber ist für uns keine Option".

Auch Frankfurt, wo die Uber-App bislang nicht verboten wurde, oder Stuttgart - wo der Service bislang nicht gestartet ist - teilten mit, dass die Städte "zum jetzigen Zeitpunkt kein Interesse" an einer Kooperation mit Uber hätten. München wolle erst entscheiden, wenn Uber "ein konkretes Angebot" vorgelegt habe.

Rückschlag für Ubers Expanisonspläne

Für Uber, das seine Expansion wegen anstehender Gerichtsentscheide in Deutschland gestoppt hat, ist dies ein Rückschlag. Der Dienst vermittelt hierzulande per App private Chauffeure, Limousinen oder reguläre Taxen. Insbesondere der Chauffeurdienst Uber Pop wurde in Hamburg und Berlin verboten, weil die Fahrer keinen Personenbeförderungsschein besitzen. Uber-Chef Travis Kalanick hatte deshalb noch Anfang des Jahres in München auf einer Konferenz angekündigt, mit vielen deutschen Städten kooperieren zu wollen.

Uber-Deutschland-Chef Fabien Nestmann teilte manager magazin mit, man sei weiterhin davon überzeugt, dass Uber als Partner "für viele Städte in Deutschland eine interessante Ergänzung und Erweiterung zur Verkehrsinfrastruktur bieten kann".

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