Taxi-Ersatzdienste China geht gegen Uber vor

Der umstrittene Fahrdienst Uber ist bereits in etlichen Ländern verboten. Jetzt hat auch China strengere Regeln für die Taxi-Konkurrenz beschlossen.
Taxis am Flughafen Peking: Einschränkungen für Fahrdienste wie Uber

Taxis am Flughafen Peking: Einschränkungen für Fahrdienste wie Uber

Foto: CLARO CORTES IV/ REUTERS

Schanghai - Chauffeurdienste wie das rasant wachsende US-Unternehmen Uber müssen sich jetzt auch in China auf strengere Vorschriften einstellen. Wie das chinesische Verkehrsministerium mitteilte, dürfen die Firmen ausschließlich Wagen und Fahrer, die eine Taxilizenz haben, per App an Kunden vermitteln. Damit solle verhindert werden, dass Privatfahrzeuge zum Einsatz kämen. Namen wurden nicht genannt.

Apps für Fahrdienste sind in China sehr beliebt, von der neuen Regelung sind aber auch chinesische Uber-Konkurrenten wie Kuaidi Dache oder Didi Dache betroffen. Kuaidi Dache wird vom Internetkonzern Alibaba finanziert, Didi Dache vom Konkurrenten Tencent. Ein dritter chinesischer Großkonzern, der Suchmaschinenbetreiber Baidu, war jüngst ebenfalls in das Geschäft eingestiegen und investierte rund 600 Millionen Dollar in Uber.

Uber vermittelt Fahrten über Smartphones und kassiert dafür eine Provision. In immer mehr Ländern wurde der Dienst ausgebremst. In Deutschland läuft das Taxigewerbe gegen die Konkurrenz aus Kalifornien seit Langem Sturm. In Spanien ordnete ein Gericht Uber an, den Betrieb einzustellen; auch in Südkorea, Indien und in seiner Heimat im US-Bundesstaat Kalifornien wird das Unternehmen dafür verklagt, dass es Fahrer ohne Taxilizenzen vermittelt.

Uber äußerte sich in einer Stellungnahme zurückhaltend über den chinesischen Vorstoß: Das Geschäft laufe normal, teilte das Unternehmen mit. Wie viele seiner chinesischen Fahrer ohne Taxilizenz arbeiten blieb aber unklar. Uber respektiere die Regierungsaufgabe, den Bürgern Zugang zu sicheren, effizienten und bezahlbaren Transportmöglichkeiten zu eröffnen, hieß es in der Mitteilung.

Im Dezember hatten die Behörden in Shanghai zwölf Fahrer des chinesischen Chauffeurdienstes Didi Dache, die ohne Lizenz unterwegs waren, festgenommen und zu Geldstrafen verurteilt.

nck/Reuters