Fahrdienstvermittler Kalifornische Staatsanwälte verklagen Uber

Neuer Rückschlag für den Fahrdienstvermittler Uber: Staatsanwälte aus San Francisco und Los Angeles werfen der Firma vor, Kunden bei der Überprüfung der Fahrer getäuscht zu haben. Jetzt muss sich das Unternehmen vor Gericht verantworten.

Uber-App: Vermittlung von Fahrgästen an Gelegenheitsfahrer
AFP

Uber-App: Vermittlung von Fahrgästen an Gelegenheitsfahrer


San Francisco - Der umstrittene Taxi-Dienst Uber muss sich wegen Sicherheitsfragen in Kalifornien vor Gericht verantworten. Die Staatsanwälte von San Francisco und Los Angeles teilten mit, Klage gegen den Fahrdienstvermittler eingereicht zu haben. Sie werfen Uber vor, die Kunden bei der Überprüfung der Fahrer getäuscht zu haben.

Uber-Fahrer sollen zudem ohne Genehmigung Fahrten an Flughäfen übernommen haben. In San Francisco sollen sie eine zusätzliche Gebühr von vier Dollar erhoben, aber keine Leistungen an den Flughafen abgetreten haben.

Der rasant wachsende Taxi-Dienst sieht sich zunehmendem Gegenwind ausgesetzt. Nach Vergewaltigungsvorwürfen gegen einen Uber-Fahrer in Indien droht dem Unternehmen dort ein landesweites Verbot. In den Niederlanden, in Thailand und Spanien musste Uber seinen Dienst bereits einstellen.

Dass Privatpersonen Kunden gegen Geld in ihrem eigenen Auto chauffieren, ist nach Auffassung der Richter illegal. Die von Uber vermittelten Fahrer besäßen keine Lizenzen zur Personenbeförderung.

Das Taxigewerbe läuft Sturm

Das Unternehmen hat in Kalifornien seinen Sitz. Uber sei dort "ein wesentlicher, sicherer und bewährter Teil des Transportsystems", sagte die Sprecherin des Fahrdienstes. Die Firma werde mit den Behörden zusammenarbeiten.

Lyft, ein Konkurrent des Taxi-Dienstes, konnte einen ähnlichen Rechtsstreit in Kalifornien mit einer Zahlung von 500.000 Dollar und einer Änderung der Geschäftsordnung beilegen.

In Deutschland läuft das Taxigewerbe gegen Uber Sturm. Uber-Fahrer besäßen keine Genehmigung zur Personenbeförderung und ihre Fahrzeuge seien nicht entsprechend versichert, lauten die Argumente der etablierten Unternehmen auch in Deutschland.

Weltweit bietet Uber seine Dienste in 45 Ländern an. Das Unternehmen mit Geldgebern wie Google und Goldman Sachs im Rücken hat erst kürzlich bei Investoren weiteres Kapital eingesammelt und kommt damit inzwischen auf einen Firmenwert von 40 Milliarden Dollar.

vet/Reuters/AP

insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
sebastian.teichert 10.12.2014
1.
Und genau da entzieht sich mir das Verständnis... Wie kann ich wem so viel Geld geben während das meiste was passiert nicht legal ist und der Dienst deswegen in den meisten Ländern eingestellt wird? Ist das nur um anderen Leuten ans Bein zu pissen? Davon abgesehen finde ich es schon gut. Die Taxi preise sind unbezahlbar! Wenn es billiger wäre, würden viel mehr fahren! Aber nein!
rus13 10.12.2014
2.
Zitat von sebastian.teichertUnd genau da entzieht sich mir das Verständnis... Wie kann ich wem so viel Geld geben während das meiste was passiert nicht legal ist und der Dienst deswegen in den meisten Ländern eingestellt wird? Ist das nur um anderen Leuten ans Bein zu pissen? Davon abgesehen finde ich es schon gut. Die Taxi preise sind unbezahlbar! Wenn es billiger wäre, würden viel mehr fahren! Aber nein!
Dass Taxis so teuer sind, liegt aber auch oft nicht an den Unternehmen. Müssten die Uber-Fahrer die gleichen Abgaben leisten, die gleichen Lizenzen erwerben etc, dann würden diese Fahrer auch nicht wesentlich billiger sein.
chopperreidhere 10.12.2014
3. Häää?
'Wenn's billiger wäre würden viel mehr fahren?' Was is n das für ne Logik?
chris-ba 10.12.2014
4.
Schon mal überlegt, wie sich die Preise für eine Taxifahrt kalkulieren? Die Fahrer verdienen nicht die Welt. Die hohen Kosten rühren von den gesetzlichen Auflagen und Lizenzgebühren, die die Taxiunternehmen zahlen müssen. Wenn ein neuer Anbieter in den Markt eintreten möchte, so muss er sich auch den Marktbedingungen unterwerfen und nicht fordern, dass sich die Bedingungen an ihn anzupassen haben.
kevinschmied704 10.12.2014
5. ne da is das neue schick aus den usa.
so mit halb illegalen dingen die sich in gau zonen bewegen geld zu verdienen.das is das gleiche wie mit dem grass verkauf in amerika. es wurde zwar genehmigt und der handel hat schon begonnen, aber es ist denoch möglich das alles morgen verboten wird. das scheint in den usa momentan eine art volksport zu sein. das zeigt aber ganz klar welche moral dort in geschäftlicher sicht aus herrscht. hauptsache geld machen und daher is TTIP in dieser form sehr bedenklich.man stelle sich vor uber verklagt deutschland weil für das unternehmen, unsere rechte und pflichte nicht passen um geld zu verdienen. ;)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.