USA Tödlicher Unfall mit selbstfahrendem Uber-Auto

Selbstfahrende Autos sollen den Verkehr sicherer machen - doch immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. Im US-Bundesstaat Arizona hat ein computergesteuertes Uber-Fahrzeug eine Frau erfasst und sie tödlich verletzt.
Selbstfahrendes Uber-Auto in den USA (Archivbild)

Selbstfahrendes Uber-Auto in den USA (Archivbild)

Foto: NATALIE BEHRING/ REUTERS

Bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Auto des Fahrdienstvermittlers Uber ist im US-Bundesstaat Arizona eine Frau ums Leben gekommen.

Wie die Polizei der Stadt Tempe mitteilte, erfasste das Fahrzeug die Frau, als sie die Fahrbahn betrat. Sie erlitt dabei tödliche Verletzungen. Zwar habe ein Fahrer am Steuer gesessen. Das Auto sei aber zum Zeitpunkt des Unfalls autonom gefahren, teilten die Ermittler mit.

Uber unterstütze die Ermittlungen, teilte das Unternehmen mit. Firmenchef Dara Khosrowshahi sprach bei Twitter von "unglaublich traurigen Nachrichten". Uber habe alle Testfahrten mit Roboterwagen eingestellt, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Uber ist eines von mehreren Dutzend Unternehmen, die eigene Systeme für autonom fahrende Autos entwickeln und auf öffentlichen Straßen in den USA testen. Zugleich war das Roboterwagenprogramm des Fahrzeugvermittlers von Anfang an mit Problemen belastet. Gleich am ersten Testtag in San Francisco wurde ein Uber-Wagen dabei gefilmt, wie er über eine rote Ampel fuhr.

Die Sicherheit ist ein Hauptargument der Entwickler selbstfahrender Autos. 90 Prozent der Unfälle im Straßenverkehr gingen demnach auf Fehler von Menschen zurück - der Einsatz von Roboterautos soll die Zahl der Unfälle deshalb senken. Zugleich bereitet sich die Branche aber auch darauf vor, dass es tödliche Unfälle mit selbstfahrenden Wagen geben wird.

stk/dpa/Reuters