"Greyballing" Uber will Behörden nicht mehr mit App-Attrappe täuschen

Um Kontrollen zu entgehen, führt der Fahrtenvermittler Uber Behörden mit einer Fake-App absichtlich in die Irre. Jetzt will das Start-up auf die umstrittene Praxis verzichten.
Uber-App

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Foto: TOBY MELVILLE/ REUTERS

Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat eingeräumt, dass Behörden-Mitarbeitern zum Teil eine falsche Version seiner App aufgetischt wurde - und will damit aufhören. Bei dem sogenannten "Greyballing" sieht die App für die betroffenen Nutzer echt aus, ist aber nicht funktionsfähig. Es werden etwa Autos eingeblendet, die gar nicht da sind, und kein Wagen kann bestellt werden.

Wie die "New York Times" am Wochenende berichtete, griff Uber zum sogenannten "Greyballing", um von Aufsehern nicht beim regelwidrigen Betrieb erwischt zu werden. Der Fahrdienst-Vermittler war bekannt dafür, mit seinem Service schnell zu expandieren, ohne auf lokale Vorschriften Rücksicht zu nehmen. Behörden-Mitarbeiter, die Uber mit einer Testfahrt überführen wollten, hätten aber oft die App-Attrape eingespielt bekommen, schrieb die Zeitung.

Uber hatte zunächst erklärt, "Greyballing" werde eingesetzt, um Verletzungen der Nutzungsbedingungen zu verhindern. Jetzt kündigte Sicherheitschef Joe Sullivan jedoch eine Kursänderung an: "Wir verbieten künftig ausdrücklich den Einsatz gegen das Vorgehen lokaler Regulierer." Aus technischen Gründen werde es aber einige Zeit dauern, bis das Verbot komplett umgesetzt werden könne.

hej/dpa
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