Krisenfolge UBS zahlt fast 900 Millionen an US-Hypothekenfinanzierer

Die US-Hypothekenkrise kommt UBS teuer zu stehen. Die Schweizer Bank zahlt 885 Millionen Dollar an die staatlichen Immobilienfinanzier Fannie Mae und Freddie Mac. Die Aufseher gehen gegen weitere Institute vor, darunter auch die Deutsche Bank.

UBS-Logo in Zürich: Trotz allem den Gewinn gesteigert
REUTERS

UBS-Logo in Zürich: Trotz allem den Gewinn gesteigert


Washington - Durch eine Zahlung von 885 Millionen Dollar legt die Schweizer Großbank UBS Chart zeigen einen Streit über ihre Rolle in der US-Hypothekenkrise bei. Rund 415 Millionen Dollar gehen an den staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae Chart zeigenund 470 Millionen Dollar an das Schwesterunternehmen Freddie Mac Chart zeigen. Die für beide Unternehmen zuständige Aufsichtsbehörde FHFA gab den Vergleich am Donnerstag bekannt.

Im Gegenzug für die Zahlung lässt die FHFA ihre Vorwürfe fallen, das Schweizer Geldhaus habe Fannie Mae und Freddie Mac bei Hypothekengeschäften in die Irre geführt. Die Einigung bedeute kein Schuldeingeständnis der UBS.

Die UBS hatte bereits Anfang der Woche mitgeteilt, dass es eine Einigung gebe. Dabei nannte sie aber keine Summe, sondern teilte lediglich mit, dass im zweiten Quartal 865 Millionen Franken vor Steuern für Rechtsfälle und sonstige außerordentliche Belastungen zurückgestellt worden seien. Die Bank konnte ihren Gewinn trotzdem steigern.

Mit ähnlichen Vorwürfen wie bei der UBS geht die FHFA gegen insgesamt 18 Finanzinstitute vor, darunter auch die Deutsche Bank. Auch mit Citigroup Chart zeigen und GE Captial wurden bereits Einigungen getroffen. Fannie Mae und Freddie Mac hatten nach dem Platzen der US-Immobilienblase im Jahr 2008 hohe Verluste erlitten und mussten verstaatlicht werden.

dab/Reuters/dpa

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