Übernahme nach Plan Volkswagen beherrscht Porsche zu 49,9 Prozent

Fast die Hälfte von Porsche gehört jetzt Volkswagen: Am Montag beteiligte sich der Konzern wie geplant mit 49,9 Prozent an dem Sportwagenhersteller. Die beiden Unternehmen hatten sich im August nach einem zähen Machtkampf auf einen Zusammenschluss geeinigt.

VW-Chef Martin Winterkorn: Verschmelzung mit Porsche kostet fast 16 Milliarden Euro
DDP

VW-Chef Martin Winterkorn: Verschmelzung mit Porsche kostet fast 16 Milliarden Euro


Wolfsburg/Stuttgart - Volkswagen Chart zeigen schafft Fakten für den Zusammenschluss mit Porsche. Europas größter Autobauer teilte in Wolfsburg mit, er habe sich am Montag wie angekündigt in einem ersten Schritt für 3,9 Milliarden Euro mit 49,9 Prozent an der Porsche Chart zeigen AG beteiligt, in der das Sportwagengeschäft geführt wird.

Die VW-Aktionäre hatten den Vorstand vergangene Woche zur Ausgabe von bis zu 135 Millionen Vorzugsaktien ermächtigt, um den Zusammenschluss der beiden Autobauer zu finanzieren. Die neuen Papiere sollen in der ersten Jahreshälfte 2010 ausgegeben werden.

Die beiden Autokonzerne hatten sich Mitte August nach einem zähen Machtkampf auf eine Verschmelzung geeinigt. Porsche hatte sich bei der zuvor geplanten Übernahme von VW übernommen und war in massive finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Das Geld aus dem jetzt vollzogenen Anteilserwerb will Porsche einsetzen, um seine Schulden abzubauen. VW will sich Porsche bis 2011 als zehnte Marke einverleiben. Für den VW-Konzern stelle Porsche eine "ideale Ergänzung seines Marken-Portfolios" dar, teilte das Unternehmen mit. Auf dem Weg dahin soll auch das österreichische Autohandelsgeschäft Porsche Holding der Familien Porsche und Piëch an VW verkauft werden. Insgesamt lässt sich VW die Verschmelzung fast 16 Milliarden Euro kosten.

Mit der Beteiligung an der Porsche AG sei nach der Grundlagenvereinbarung vom August, dem Abschluss der Durchführungsverträge im November und der außerordentlichen Hauptversammlung von Volkswagen in der vergangenen Wocheder nächste Meilenstein auf dem Weg zum integrierten Automobilkonzern mit Porsche unter Führung von Volkswagen erreicht worden, erklärte der Wolfsburger Konzern. Für 2011 sei der Erwerb des Vertriebsgeschäfts der Porsche Holding Salzburg vorgesehen. Im Laufe des Jahres 2011 soll die Schaffung des integrierten Automobilkonzerns dann mit der Verschmelzung der Volkswagen AG und der Porsche SE abgeschlossen werden.

fro/AFP/dpa-AFX/Reuters



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flus 17.07.2009
1.
Zitat von sysopDer Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?
Wir hatten doch schon mal den VW Porsche und der Service wurde auch von den VW Werkstaetten durchgefuehrt .... 911 hinter dem Polo ... das waere beinahe das Ende von Porsche gewesen. Dann kam H.Wiedeking - verdiente Milliarden fuer die Inhaber Familien - Millionen fuer sich und machte Porsche wieder zu Porsche .... jetzt beginnt das Spiel von neuem.
clauswclausen 17.07.2009
2. Ich habe früher schon einmal prophezeit...
Zitat von sysopDer Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?
... dass bei Porsche Tränen fließen werden. Niemand hat es kommentiert.
stanis laus 17.07.2009
3. Die demontierte Spiegel-Meldung
Der Spiegel hat einen Führungswechsel bei Porsche gemeldet. Der Pressesprecher (mit dem vorher nicht gesprochen wurde, was schon eine fast fahrlässige Ausübung des Handwerks ist) dementierte innerhalb von 10 Minuten. Die dementierte Meldung blieb stehen. Jetzt dementiert sogar Wolfgang Porsche, das Oberhaupt des Porsche-Clans. Die damit falsifizierte Meldung steht immer noch. Na ja, der Stern hatte seine Hitler-Tagebücher. Die Zeit einen Goethe, der hinter dem Bahnhof in Schrebergärtchen lustwandelte. Der Spiegel hat seinen Wendelin. Es ist Sommerzeit und die Presse sucht sich ein Opfer für ihre alljährliche Sommer- Diffamierungskampagne aus und gestaltet die Nachrichten selbst, weil es nichts zu berichten gibt. Der Spiegel ist demontiert. Warum soll man weiter ein Nachrichtenmagazin lesen, das nur Gerüchte weitertratscht und jede journalistische Sorgfaltspflicht in einer Titelstory (!) vernachlässigt?
japan10 17.07.2009
4.
Zitat von sysopDer Machtkampf scheint entschieden: Volkswagen soll mit knapp 50 Prozent bei Porsche einsteigen. Ein gutes Signal für die deutsche Autoindustrie?
Sollte es so kommen, wäre dies ein Bärendienst für die deutsche Autoindustrie. Die Macht und das Geld würden gewinnen. Porsche wird auf jeden Fall seine Exclusivität verlieren und nur ein Anhängsel in dem VW Konzern. VW fährt sowieso einen gefährlichen Kurs. Die Marke VW hat sich über die Jahre im eigenen Haus eine Billigkonkurenz mit Seat und Skoda aufgebaut und wird dies nach dem Porschechaos bezahlen müssen. Die Aktie muß zurückkommen auf max 30 - 40 Euro. Was beschämend ist, ist der Umgang mit Herrn Wiedeking. Er gehört auf jeden Fall zu den Topmanagern der letzten 20 Jahre in D. Er hat den Eigentümern Milliarden verdient und wird jetzt abgeschossen. Traurig, traurig. Aber andere Firmen werden sich auf ihn freuen.
Phoeni, 17.07.2009
5. Noch schnell einen kaufen...
... wer das nötige Kleingeld hat. Gerade das Erfolgsmodell 911 GT3, in seiner jüngsten Ausgabe das non plus ultra, wird es wohl so nicht mehr geben, wenn der Potenzprotz Piech und VW im Allgemeinen Porsche in Zukunft leiten. Man sieht es ja bei Audi und Lamborghini. Lamborghini ist mittlerweile zwar rentabel, aber Dank einer Überbenutzung von "Synergien" mit Audi ist der Charme der Marke mittlerweile so groß wie die eines A3 in Grundausstattung. Porsche als selbstständiger Hersteller verfolgte - zumindest im Kernbereich der Sportwagen - noch eine eigene Linie, jetzt dürfte sich die Spannung wohl darauf beschränken, wann denn ein Porsche Kleinwagen kommt... wirklich schade für die Marke, schade dass sich ein Mann wie Wiedeking, der sich so um die Marke verdient gemacht hat, so verspekulieren konnte, bzw. sich ausgerechnet am weltweit einzigartigsten Unternehmen - dank staatlich reglementierten Bestandsschutz wider sämtlichen sonst so gern propagierten marktwirtschaftlichen Regeln - vergehen wollte. Porsche wird überleben, keine Frage, aber nur noch als eine Marke unter vielen unterm Dach von VW...
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