Trotz VW-Affäre Hoeneß will Winterkorn als Bayern-Aufsichtsrat behalten

Ex-VW-Chef Martin Winterkorn bekommt Rückendeckung von Uli Hoeneß. Der künftige Bayern-München-Präsident will den gefallenen Top-Manager im Aufsichtsrat behalten - und rät ihm, sich nicht zu verstecken.

Martin Winterkorn (vorne) und Uli Hoeneß (Archivbild)
DPA

Martin Winterkorn (vorne) und Uli Hoeneß (Archivbild)

Von manager-magazin-Redakteur Michael Freitag


Der langjährige Volkswagen-Chef Martin Winterkorn wird sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern München trotz des Dieselskandals erfüllen. "Wir arbeiten beim FC Bayern sehr gut mit ihm zusammen, sein Rat ist uns wichtig", sagte Uli Hoeneß in einem Interview des manager magazins.

Für die Bayern-Spitze mit Karl-Heinz Rummenigge, Karl Hopfner und ihn selbst sei daher immer klar gewesen: "Martin Winterkorn ist gewählt bis 2018, und er wird das Mandat erfüllen." Hoeneß ergänzte, Winterkorn sei ein toller Mensch und für ihn ein persönlicher Freund.

Winterkorn war wegen des Skandals um Millionen Autos mit manipulierten Abgaswerten vor knapp einem Jahr zurückgetreten. Hoeneß war in einer ähnlichen Situation: Er hatte den FC Bayern seit 1979 in verschiedenen Funktionen geführt. Dann musste er eine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung verbüßen und legte 2014 alle Klubämter nieder. Inzwischen kündigte er allerdings an, im November erneut für das Amt des Vereinspräsidenten zu kandidieren.

Hoeneß riet Winterkorn in dem manager-magazin-Interview, "er sollte sich nicht verstecken". Er selbst habe das auch nicht gemacht, wenn er am Wochenende Hafturlaub hatte. "Ich bin mit meiner Familie ins Restaurant gegangen, war auch Golf spielen." Winterkorn habe erst recht keinen Grund, sich zurückzuziehen. Hoeneß ergänzte, er könne sich auch vorstellen, dass Winterkorns Rat noch anderswo gefragt sei als beim FC Bayern. "Das muss ja kein Autounternehmen sein."



insgesamt 170 Beiträge
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mali123 18.08.2016
1. man ist ja in bester gesellschaft
gell?
unbekanntgeblieben 18.08.2016
2.
"Man möchte brechen"
michelinmännchen 18.08.2016
3. Mafiöse Strukturen
werden Deutschland und seine Unternehmen wieder nach vorne bringen, Rechtmäßigkeit allein hat noch keinen nach vorne gebracht. Es ist schwer, wenn man so viel Verantwortung hat, fehlerlos durch das (Rechts-) Leben zu kommen. Somit wünsche ich beiden alles erdenklich Beste bei der Aufteilung der Machtgebiete.
transatco 18.08.2016
4. Passt Perfekt!
Mit keinem von beiden wollte ich auch nur im selben Restaurant sitzen! Perfekte Abbilder unserer aktuellen sogenannten Elite! Diese sind Alles andere als führende Intelligenzmenschen, denn diesen wäre es nicht möglich dermassen selbstunkritisch nur ans 2noch mehr Geld" zu denken, statt lieber mal was künstlerisches zu schaffen oder spanisch zu lernen! Arme Zukunft!!
competa1 18.08.2016
5. Tja,..
gleich und gleich gesellt sich gern:-)
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