Medienbericht Unicredit offenbar an Kauf von Commerzbank interessiert

Deutsche Bank und Commerzbank verhandeln derzeit über eine Fusion. Sollte diese scheitern, könnte die italienische Großbank Unicredit ins Bieterrennen einsteigen.

Zentralen von Deutsche Bank und Commerzbank in Frankfurt am Main
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Zentralen von Deutsche Bank und Commerzbank in Frankfurt am Main


Beim Ringen um die Zukunft der großen deutschen Privatbanken bringt sich wieder einmal die italienische ins Spiel. Die Großbank erwäge ein Gebot für die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Commerzbank , berichtete die "Financial Times". Es sei allerdings unwahrscheinlich, dass Unicredit bei den derzeitigen Gesprächen zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank dazwischenfunkte.

Sollten diese jedoch scheitern, wie einige Experten erwarten, stünde Unicredit dem Bericht zufolge bereit. Die italienische Bank wollte die Informationen der Zeitung auf Anfrage nicht kommentieren.

Unicredit galt in den vergangenen Jahren immer wieder als möglicher Käufer der Commerzbank. So soll die Bank dem "FT"-Bericht zufolge zuletzt 2017 Kontakt mit deutschen Regierungsvertretern wegen eines möglichen Gebots aufgenommen haben. Unicredit ist wegen der wirtschaftlichen Krise in Italien selbst angeschlagen, konnte sich aber zuletzt berappeln. Sollte sie bei der Commerzbank zum Zuge kommen, würde sie diese mit ihrer Tochter Hypovereinsbank verschmelzen.

hej/dpa



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